Lektüre analog

Lektüre analog

Schüler lesen für Schüler

Nicht nur E-Books, virtuelle Welten und Online-Spiele können faszinieren … In einer etwas anderen Tutorenstunde lasen die Tutorinnen und Tutoren der 10. Klassen ihren 5. Klassen in Kleingruppen aus verschiedenen spannenden Kinder und Jugendbüchern vor.  

Verteilt im Schulhaus reiste man mittels der Phantasie in die verschiedensten Welten: Dazu gehörten „Gregs Tagebuch“, „Dr. Doolittle“, „Harry Potter“ und viele andere Werke, die die jungen Zuhörer begeisterten. Dabei dienten die schon „fast erwachsenen“ Zehntklässler als ideale Vorbilder für die vielfältigen Möglichkeiten analoger Freizeitgestaltung!

(Heike Lauber)

Earth day – Global denken, lokal handeln

Earth day – Global denken, lokal handeln

Projektarbeit im Fach Englisch der Oberstufe

Der internationale Earth Day, der jährlich das Leitmotiv für vielfältige Aktionen rund um das breite Spektrum des Umwelt- und Klimaschutzes für jeden angibt, um die persönliche Umwelt-Agenda anzustoßen und dauerhaft umzusetzen, fiel im aktuellen Schuljahr in die Osterferien. Deshalb beschäftigte sich der Oberstufenkurs Englisch 3 der Q11 bereits am Freitag vor den Ferien in einer Doppelstunde mit dem Thema Umweltschutz.

Brainstorming mit der „Starfish“-Methode

In vier Gruppen überlegten die Schülerinnen und Schüler, die nicht mit der Osteraktion der SMV beschäftigt waren, mit welchen Maßnahmen man unseren Planeten schützen könnte und welche Umweltsünden wir so schnell wie möglich abstellen sollten.

Bei der Methode „Starfish“ – auf Deutsch „Seestern“ – gibt es vier Kategorien, denen jeweils eine Farbe zugewiesen wird. In diesem Fall waren das die Kategorien „Start“ (= grün), „More“ (= gelb), „Keep“ (= blau), „Stop“ (= rot) und „Less“ (= orange). Die Ideen wurden auf Zettel notiert, mit einem Klebepunkt in der jeweiligen Farbe versehen und um den Seestern herum angeordnet. Dadurch entstanden ideenreiche und auch optisch ansprechende Collagen, die man nun als Ausgangspunkt für den weiteren Unterricht verwenden kann.

Nachhaltigkeit hautnah

Auch bei der Erstellung der Materialien hatte man auf ein nachhaltiges Vorgehen geachtet. Das Seestern-Motiv kann immer wieder eingesetzt werden und für die Notizen hatte man Fehldrucke aus dem Kopierraum in Zettel im A6-Format geschnitten, so dass nicht unnötig Papier verschwendet wurde. Aus das ein kleiner Beitrag, um unseren Planeten zu schonen.

Denn: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort)

(Beate Egner)

Was haben Puddingpulver und Kastanien gemeinsam?

Was haben Puddingpulver und Kastanien gemeinsam?

Jungforscherinnen des Gymnasiums klären Geheimnisse

Der Landeswettbewerb ‚Experimente antworten‘ stellte in seiner Herbstaufgabe spannende Wissenschaftsfragen an Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Lumineszenz. Erhellende Antworten darauf lieferten fünf junge Forscherinnen der Klasse 5a des Gymnasiums Zwiesel mit Hilfe ihrer Experimente.

Das geheimnisvolle Leuchten

Motiviert durch ihre Biologielehrerin Anu-Maarit Dappen und unterstützt von den Eltern knobelten die Schülerinnen zwei Wochen in ihrer Freizeit daran, Knicklichter und Leuchtsterne zu untersuchen und auszuprobieren, was passiert, wenn man Textmarkerspuren mit Schwarzlicht bestrahlt. Puddingpulver und der abgeschnittene Zweig einer Rosskastanie konnten zu einem geheimnisvollen Leuchten gebracht werden! Lohnend genug für eine ausführliche Dokumentation der Versuche und Experimente in Text und Bild.

Dieser große Forscherfleiß der jungen Wissenschaftlerinnen wurde von der Wettbewerbsjury entsprechend gewürdigt.

Beachtenswerte Erfolge im Wettbewerb

 Mit Stolz durften folgende Schülerinnen ihre Urkunden vom Schulleiter, OStD Dr. Holzer, entgegennehmen:

Anna Müller und Fiona Ellerbeck (Klasse 5a, Team 1), Hannah List, Mia Sager und Sophia Mühlener (Klasse 5a, Team 2).

Hervorzuheben ist, dass die drei jungen Forscherinnen aus Team 2 sogar mit sehr großem Erfolg am Landeswettbewerb „Experimente antworten“ teilgenommen haben. Sie erhielten zusätzlich zu ihrer Urkunde ein im Dunklen nachleuchtendes Silikonarmband und eine exklusive ‚Experimente-Antworten‘-Metallplakette.
Ein herzlicher Glückwunsch der Schulfamilie ergeht an alle fünf jungen Wissenschaftlerinnen!

(Anu-Maarit Dappen)

Mentor Sport nach 1

Mentor Sport nach 1

Neuntklässler am Gymnasium übernehmen Verantwortung im Fußball

Das Ziel, junge Menschen „lebenslänglich“ zur sportlichen Betätigung anzuhalten, können Schule und Sportverein nur gemeinsam erreichen. Deshalb wurde bereits 1991 das Bayerische Kooperationsmodell „Sport nach 1 in Schule und Verein“ ins Leben gerufen und stellt seither einerseits eine wichtige Ergänzung des Pflichtunterrichts an bayerischen Schulen dar und ist andererseits die ideale Plattform für Vereine, junge Talente zu sichten, zu fördern und dauerhaft an sich zu binden.

Hilfen, Übungen und Motivation

Beim Modell „Mentor Sport nach 1“ ermöglichen ausgewählte Schülerinnen und Schülern anderen Schülerinnen und Schülern in Pausen oder in Freistunden am Nachmittag ein freies, im großen Unterschied zum Sportunterricht nicht angeleitetes selbstorganisiertes Sporttreiben in wenigen, ausgewählten, geeigneten Sportarten.
Die drei Schüler Andreas Haase, Luan Theuerjahr und Baier Valentin aus der Klasse 9a helfen bereits seit längerem eifrig im Wahlfach Fußball am Gymnasium mit, übernehmen Übungen, motivieren die jüngeren Schüler und unterstützen auch die Truppe beim Auf- und Abbauen der Tore. Zudem arbeiten die drei Jungs aus der 9a ebenfalls intensiv mit bei Organisation und Austragung eines internen Fußball-Schulturniers am Gymnasium als einer Stützpunktschule Fußball. Dabei lernen die Schüler Verantwortung für andere zu übernehmen und eigene Initiativen und Ideen umzusetzen.

Dank für freiwilligen Einsatz

Als Anerkennung und Dank für ihr Engagement wurden sie nun von Schulleiter Dr. Holzer und Sportlehrer Markus Draxler in das Mentorenprogramm „Sport-nach-1“ aufgenommen und erhielten als Symbol für ihr Ehrenamt ein attraktives T-Shirt. Die Schulfamilie freut sich sehr über derartiges außerunterrichtliches Engagement und den freiwilligen Einsatz für Mitschülerinnen und Mitschüler!

(Markus Draxler)

Frisch, knackig, spontan!

Frisch, knackig, spontan!

Improtheater am Gymnasium Zwiesel

Unter dem Motto „frisch, knackig, spontan“ stand der Improtheaterabend am Gymnasium Zwiesel in der letzten Woche vor Ostern. Die langjährigen Theatermacher Christiane Winkler-Gegenfurtner und Florian Gegenfurtner erarbeiteten mit ihrer diesjährigen Theater-Tanz-Werkstatt ein buntes und spritziges Programm zu einem ganz neuen Format: einem Improvisationstheater. Ihrem Motto „Frisch, knackig, spontan, das sich die Schülerinnen und Schüler selbst ausgedacht haben, wurden die Akteure der Theater-Tanz-Werkstatt des Gymnasiums Zwiesel dann auch in jeder Improszene mit Bravour, Spielfreude, Humor, Witz und einer bestechenden Spontanität gerecht.

Das Publikum spielt mit

Im Improvisationstheater geht es nämlich genau darum, aus dem Nichts Theaterszenen mit dem jeweiligen Spielpartner zu einem bestimmten Thema auf der Bühne entstehen zu lassen. Und in Bezug auf diese Herausforderung hat sich die Truppe der Theatermacher Christiane Winkler-Gegenfurtner und  Florian Gegenfurtner mächtig ins Zeug gelegt.

Das Publikum erlebte begeistert aufspielende DarstellerInnen, die vor Spielfreude nur so strotzten. Dieser Elan übertrug sich von Anfang an auf das Publikum, welches die DarstellerInnen durch kreative Einfälle zu Höchstleistungen motivierte. Schließlich ist nicht zuletzt das Publikum selbst ein zentrales Element des Formats des Improtheaters, das sich in die Darbietung einbringt.

Mit dem Vorschlaghammer zur künstlichen Intelligenz

Moderatorinnen der Theatergruppe sammelten immer wieder einzelne Begriffe aus dem Publikum, damit die DarstellerInnen daraus Szenen entstehen lassen konnten bzw. die DarstellerInnen spontan die gesammelten Begriffe in ihr Spiel einbauen sollten. So mussten so unterschiedliche Begriffe wie z.B. „Halbfettkäse“, „Vorschlaghammer“, „Systemkritik“, „künstliche Intelligenz“ genauso wie „Spaghetti Bolognese“ oder „Powerpoint“ oder „a Woarme“ parallel im szenischen Spiel umgesetzt werden. Eine nicht ganz einfache Aufgabe!

Doch die Umsetzung gelang allen 10 DarstellerInnen aus den Jahrgangsstufen 10 – Q12 bravourös und zum großen Entzücken des Publikums, bei dem kein Auge trocken blieb. 

Mit Klavier, Gitarre und Gesang

Ein weiteres Glanzlicht an diesem Kulturabend am Gymnasium Zwiesel waren die Musikstücke zwischen den Improszenen. Tibor Meszlényi (9. Klasse) sorgte mit zwei flott vorgetragenen Klavierstücken für einen schwungvollen Rahmen zwischen einzelnen Szenen und lieferte mit einem bayerischen Volkslied auf der Ziehharmonika musikalisch gesehen den regionalen Bezug. Magdalena Steinbauer (10.Klasse) und Josef Schaller (Q12) überzeugten darüber hinaus durch ein harmonisches und berührendes Zusammenspiel von Gesang und Gitarre.

Auch die Moderation lag in den Händen der DarstellerInnen und erfreute durch eine lockere und erfrischende Darbietung, während das Technikerteam im Vorfeld für eine reibungslos funktionierende Licht- und Tontechnik sorgte.

Zum Abschluss dankte die erweiterte Schulleitung vertreten durch StDin Petra Raith und StD Daniel Lauber den Theatermachern Christiane Winkler-Gegenfurtner und Florian Gegenfurtner für den tollen Theaterabend. Das Paar erhielt viel Applaus vom Publikum und der eigenen Theater-Tanz-Werkstatt für seine frische, knackige und spontane Art!

Die DarstellerInnen waren:

aus der 10. Klasse Julian Algasinger und Hannah Birkeneder;

aus der Q11: Karina Jakob, Benjamin Liebl, Felix Oldenburg und Elena Wierer

aus der Q12 Johannes Ebner, Mareike Killinger, Liv Rankl und Neele Steyer.

Das Technikerteam bestand aus:

Simon Brunnbauer, Maximilian Kagerbauer und Vinzenz Probst (9. Klasse) ; Benedikt Hartmann, Linus Loibl, Lukas Schall und Josef Schaller (Q 12)

(Christiane Winkler-Gegenfurtner und Florian Gegenfurtner)

(Fotos von Stefan Urlbauer)

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Gymnasiasten setzen Zeichen

Die unfassbaren Ereignisse mitten in Europa, der Rückkehr des Krieges in unsere unmittelbare Umgebung und das Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine hat auch die gesamte Schulfamilie des Gymnasiums Zwiesel zutiefst erschüttert.

Solidarität und Empathie

Gerade auch aus den Reihen der Schülerschaft erfolgten verschiedene Initiativen und Ideen, um Solidarität und Empathie mit den Menschen im Kriegsgebiet zum Ausdruck zu bringen. Nicht zuletzt stammen drei Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums aus der Ukraine.

Ein kleines Zeichen der Hilfsbereitschaft setzt so seit der vergangenen Woche die Aufstellung einer Spendensäule in der Aula des Gymnasiums, welche eingerahmt von Kunstplakaten, die Oberstufenschüler mit Friedenssymbolen versehen haben, dazu aufrufen soll, im kleinen Rahmen Unterstützung zu bieten.

Hilfe im Gedenken

Ergänzt wird diese, wenn auch nur geringe monetäre Hilfe, durch ein „Buch der Gedanken“, in welchem alle Schülerinnen und Schüler gute Wünsche für die vom Krieg Betroffenen, Fürbitten, eigene Gedanken, Ängste oder auch Sorgen zu Papier bringen können.

Zudem formulierten die Schülervertreter ein Friedensgebet, das in allen Klassen zum gemeinsamen Zeitpunkt ein Zeichen des Gedenkens und der Solidarität setzen soll.

Aktive Unterstützung

Schließlich folgte Ende März unser Gymnasium noch einem Spendenaufruf des TV Zwiesel und der Pfarrgemeinde Zwiesel, die mit einem Hilfskonvoi am Freitag, den 25.03.22, an die ukrainische Grenze aufbrachen. Gespendet wurde eine große Zahl an Zip-Beuteln mit Süßigkeiten oder Hygieneartikeln im Wert von knapp 9000 Euro, gesammelt und organisiert von der Schülermitverwaltung des Gymnasiums. Am Freitag konnten die Hilfsgüter sowie die Summe von 750 Euro aus der Spendensäule sowie vom P-Seminar Biologie an Udo Weiderer und Pfarrvikar P. Xavier Binoy übergeben werden.

Natürlich können all diese Aktionen nur einen kleinen symbolischen Akt darstellen, sie sollen aber verdeutlichen, dass die Menschen in der Ukraine in unserem Blickfeld, in unseren Gedanken und unseren Herzen sind und wir alle sehnsüchtig und solidarisch mit ihnen den Frieden ersehnen und erbitten!

(Martina Kuchler)

Präventionsprojekt MFM wieder am Gymnasium

Präventionsprojekt MFM wieder am Gymnasium

Nur was ich schätze, kann ich schützen

Wie verändert sich mein Körper? Warum fühle ich mich so anders? Was geschieht in der Pubertät? Diese und ähnliche Fragen konnte das Präventionsprogramm MFM (My fertility matters) den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Zwiesel wieder in sehr anschaulicher Art und Weise beantworten. MFM ist ein werteorientiertes sexualpädagogisches Projekt, das von der Diözese Passau organisiert und vom Elternbeirat sowie dem Verein derFreunde des Gymnasiums Zwiesel finanziell unterstützt wird.

Als Ergänzung zum Sexualkundeunterricht der 5. Klassen wurden den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Zwiesel in Kleingruppen, nach Buben und Mädchen getrennt, Workshops angeboten, die die Vorgänge im männlichen und weiblichen Körper im Hinblick auf die Pubertät vermitteln. Auf der Grundlage biologischer Fakten und angelehnt an den  Lehrplan durften die Kinder sich auf eine Reise in ihren eigenen Körper begeben. Viele anschauliche Materialien und aktive Mitmachaktionen machten diesen Vormittag zu einem besonderen Erlebnis. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie wichtig eine wertschätzende Sprache im Bereich der Körperlichkeit und Sexualität ist und dass man seinen eigenen Körper in der Pubertät annehmen soll, wie er ist. Denn wie man sich selbst erlebt und bewertet, hat großen Einfluss auf das Selbstbild und das Lebensgefühl. Und nur was man schätzt, kann man schützen.

(Heike Lauber)

Hospizbegleiterin Heidemarie Horenburg zu Gast am Gymnasium Zwiesel

Hospizbegleiterin Heidemarie Horenburg zu Gast am Gymnasium Zwiesel

„Wir haben kein Recht, irgendjemandem die Hoffnung zu nehmen!“

Ehrenamtliche Hospizbegleiterin Heidemarie Horenburg zu Gast am Gymnasium Zwiesel

Seit über 20 Jahren begleitet die ehemalige Schulrätin Heidemarie Horenburg schwerkranke Menschen auf ihrem letzten und schwersten Weg: auf dem Weg bis zum Tod. An vielen dieser wertvollen und berührenden Erfahrungen, die sie dabei gemacht hat, ließ sie die SchülerInnen der zehnten Jahrgangstufe des Gymnasium Zwiesel nun teilhaben.

Die Hintergründe der Hospizbewegung

Dass Frau Horenburg ihr Ehrenamt mit absoluter Passion und sehr viel Herzblut ausübt, erahnten die ZehntklässlerInnen schon zu Beginn, als sie sich vorstellte. Vor ihrer Pension war sie selbst im Lehrberuf tätig, es fiel ihr also keinesfalls schwer, mit den SchülerInnen ins Gespräch zu kommen. Zunächst war es Heidemarie Horenburg jedoch ein Anliegen, auf die Hintergründe der Hospizbewegung einzugehen. Dazu erwähnte sie markante Persönlichkeiten wie Cicely Saunders, eine englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin, die als Begründerin sowohl der modernen Hospizbewegung als auch als Pionierin der Palliativmedizin gilt. Ihr war es wichtig, dass Patienten, die sterbenskrank waren, auf ihrem letzten Weg nicht einfach abgeschoben werden, sondern dass man sie gerade in dieser letzten Zeit liebevoll begleitet und ihnen den Weg zum Tod so angenehm wie möglich gestaltet. Fasziniert von dieser Idee hatte sich auch Heidemarie Horenburg dazu entschieden, ihre Freizeit und ihr Engagement Menschen zu widmen, die ihren Sterbeweg nicht alleine beschreiten können oder wollen.

Ambulante und stationäre Hospizarbeit

Frau Horenburg erklärte den ZehntklässlerInnen im Anschluss daran, welche Arten von Hospizarbeit existieren. So gibt es zum einen die stationären Hospize, die man sich wie sehr kleine Krankenhäuser vorstellen kann, deren Ziel es jedoch nicht ist, Patienten zu heilen, sondern deren Schmerzen zu lindern. Dies ist das Anliegen der Palliativmedizin und kommt dann zum Tragen, wenn Menschen eine Diagnose erhalten haben, für die es keine Heilung mehr gibt. Das nächstgelegene stationäre Hospiz befindet sich in Niederalteich.

Heidemarie Horenburg selbst arbeitet seit über 20 Jahren im Bereich der ambulanten Hospizarbeit und unterstützt dabei den Hospizverein Arberland e.V., der sich aus je einem Büro in Zwiesel und Viechtach zusammensetzt. Hier arbeiten drei festangestellte Koordinatorinnen und etwa 80 ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter im Alter von 23 bis 86 Jahren.

Berührende Erfahrungen bei der Sterbebegleitung

Die SchülerInnen folgten Heidemarie Horenburg sehr interessiert und stellten dementsprechend viele Fragen, die ihnen auf der Seele brannten. So ging Frau Horenburg zum Beispiel darauf ein, wie eine Sterbebegleitung zustande kommt, welche Gründe es gibt, dass sich Sterbende oder Angehörige an den Hospizverein Arberland e.V. wenden oder wie eine Begleitung dann konkret gestaltet wird. So verdeutlichte sie, dass eine Hospizbegleitung immer sehr individuell gestaltet ist und sich stets an den Bedürfnissen des Sterbenden, aber auch des Begleitenden orientiert. So sei für einen Hospizbegleiter beispielsweise sehr wichtig, welchen Beruf oder welche Hobbys der zu Begleitende gehabt habe, um Anknüpfungspunkte zu finden, über die man positive Erinnerungen hervorrufen könne.
Besonders als Heidemarie Horenburg dann anschauliche Beispiele aus ihrer tagtäglichen Arbeit erzählte und betonte, wie wertvoll und wichtig das Zuhören und Da-Sein für die Menschen sei, herrschte im Klassenzimmer eine berührte Stille. „Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Weg dorthin“, so habe einmal ein 91-Jähriger Frau Horenburg erklärt – und daher ist es das wichtige und wertvolle Anliegen der Hospizbegleiter, Menschen ihren letzten Weg so angstfrei und angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Schulleitung des Gymnasiums Zwiesel und StRin Claudia Hundsrucker bedanken sich ganz herzlich bei Heidemarie Horenburg, dass sie das Thema Hospiz so anschaulich und lebensnah mit den SchülerInnen der zehnten Jahrgangsstufe geteilt hat.

(Claudia Hundsrucker)

Frühlingsschnuppern am Gymnasium

Frühlingsschnuppern am Gymnasium

Tag der offenen Tür bietet sonnige Aussichten

Ob es an der Sonnenbeobachtungsstation von StR Florian Vogl im kleinen Innenhof des Gymnasiums lag oder daran, dass die strahlenden Gesichter der kleinen Besucher aus den Grundschulen den großen Fixstern zum Lächeln brachten, ist ungewiss. Jedenfalls strahlte ein einladend blauer Frühlingshimmel am Samstag, den 19. März 2022, über dem Schulgebäude des Gymnasiums und lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Tag der offenen Tür.

Der Einführungsvortrag für Eltern

Empfangen wurden Eltern und Grundschüler in zwei geteilten Gruppen in der Aula der Schule, um pandemiebedingt zu große Ansammlungen zu vermeiden. Während sich die Erwachsenen in zwei einführender Vorträgen durch die Schulleitung, die man auch online mitverfolgen konnte, über wichtige Besonderheiten und Stundentafeln des Gymnasiums, den Aufbau der verschiedenen Zweige der sprachlichen, naturwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Ausrichtung sowie über die breite Palette von Wahlfächern und Brückenangeboten inklusive schulpsychologischer und laufbahnberatender Angebote informierten, schnupperten die Grundschüler gymnasiale Luft.

Die Tour durchs Gymnasium

Geführt in kleinen Gruppen durch Tutorinnen und Tutoren aus den 10. Klassen, die die Neuankömmlinge auch in ihrem ersten Jahr am Gymnasium betreuen und begleiten, gab es so einiges zu entdecken. An verschiedensten Stationen konnte man seine künstlerische und geschichtliche Begabung beim Batikmalen oder auch der Anfertigung ägyptischer Schriftzeichen ausleben, konnte sein Wissen über England in einem London-Quiz testen, als angehender Naturwissenschaftler die Sonne beobachten oder an kleinen biologischen und chemischen Versuchen teilhaben. Die musikalisch Begabten versuchten sich an verschiedenen Instrumenten, während die Sportler in der großen Doppelturnhalle dem Tanz frönten oder in große Höhen strebten an der beliebten Kletterwand.

Das Schnuppern von Unterrichtsluft – analog und virtuell

Ein Highlight des Rundgangs durch die weitläufigen Räume des Gymnasiums stellte allerdings die Welt des Lernens dar: jeweils drei unterhaltsame und lehrreiche Schnupper-Unterrichtsstunden warteten auf die Neuankömmlinge aus der Grundschule. Da begegnete man in Biologie dem Skelett Hugo, das sehnlichst darauf wartete, seine Körperteile genannt zu bekommen, um dann in der Geographie zu weit entfernten Geheimnissen des Vulkanismus zu reisen. In Englisch stellten sich dann so manche Herausforderungen an die Sprachfertigkeit und auch die Landeskunde, im Deutschen wurde es sagenhaft, während es in der Musik hieß „Let`s dance“! Besonders abenteuerlich gestaltete sich dann aber die Mathematik-Stunde: nach herausfordernden Knobeleien, um selbst ein Koordinatensystem zu entwerfen, gelangte man zu einer Schatzkiste, die wiederum nur mit Köpfchen zu öffnen war und als Belohnung Gummibärchen ausspuckte!

Für Schülerinnen und Schüler, die beim Präsenzunterricht nicht dabei sein konnten, gab es natürlich einen virtuellen Schnupperunterricht, den Lehrkräfte separat in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Geographie anboten. So konnte man auch hier „live“ dabei sein!

Von Computerräumen, Mensa und OGS

Um auch die Eltern mit den weitläufigen und modernst ausgestatteten Räumlichkeiten des Gymnasiums vertraut zu machen, gab es für diese ebenfalls Führungen in Kleingruppen durch Lehrkräfte der Schule. So gelang ein Einblick in die umfangreiche digitale Ausstattung der Schule und man konnte sich genauer über die Sprachenwahl, die offene Ganztagsschule mit ihrem Nachmittags-Betreuungsangebot, Schulküche und Mensa wie auch über die wichtige Arbeit des Elternbeirates informieren.

Erschöpft, aber glücklich kehrten schließlich die Kinder zu ihren Eltern an den Treffpunkt Aula zurück, um ihr Fazit zu verkünden: „Mir gfoid de Schui ganz guad!“, äußerte ein kleiner Gast, und seine junge weibliche Begleitung meinte: „Am coolsten war Mathe!“   

So hofft und freut sich die ganze Schulfamilie des Gymnasiums auf viele neugierige und lerneifrige Neuankömmlinge im kommenden Herbst.

(M. Kuchler)

Jan Hutterer erhält Auszeichnung im Fach Spanisch

Jan Hutterer erhält Auszeichnung im Fach Spanisch

„¡Pura vida!“

Jan Hutterer – Absolvent des Jahres 2021 – erhält Auszeichnung für besondere Leistungen im Fach Spanisch

Schon vor und besonders seit seinem einjährigen Aufenthalt in Costa Rica schlägt Jan Hutterers Herz für den lateinamerikanischen Kontinent. Diese Liebe zur spanischen Sprache und den spanischsprachigen Kulturen äußerte sich in einem besonderen Engagement im Fach Spanisch sowie hervorragenden Leistungen, welche vom Deutschen Spanischlehrerverband (DSV), Landesverband Bayern, mit dem Premio Escolar belohnt wurden.

Überragende Kompetenz in Kenntnis und Ausdrucksfähigkeit

Ausschlaggebend für den DSV waren zum einen Jans umfangreiche Kenntnisse, die von der Geschichte des Kontinents, kulturellen Aspekten wie Musik, Film und Sport, aber auch aktuellen Herausforderungen und Problemen der südamerikanischen Länder reichen. Zum anderen überzeugte die Jury, dass der Schüler sich zu diesen Themen äußerst versiert auf muttersprachlichem Niveau äußern kann.

Weitergabe des Wissens und Engagement

Wichtig war Jan zudem, seine Mitschülerinnen und Mitschüler stets an seinem Wissen und seiner Auslandserfahrung teilhaben zu lassen. So engagierte er sich über die gesamte Phase der Oberstufe  hinweg mit sehr bereichernden Unterrichtsbeiträgen, erstellte Power-Point-Präsentationen zu seinem Austausch und gestaltete Stunden zu lateinamerikanischer Musik und Serien. Die betreuende Lehrkraft, StRin Silvia Kern, wie auch die Jury des DSV kamen somit einvernehmlich zu dem Schluss, dass Jans Wissen, Engagement und sprachliches Niveau weit über das zu erwartenden Maß hinausgeht und somit den Premio Escolar verdient.

Zukunftsprojekt Lateinamerika-Studien

Jan Hutterer ist aktuell an der Universität Eichstätt für den Studiengang Lateinamerika-Studien eingeschrieben. Zu einem kleinen Interview erklärte er sich gerne bereit.

Jan, warum begeisterst du dich für die spanische Sprache und wie bist du zu Spanisch gekommen?

An der spanischen Sprache fasziniert mich vor allem die große Vielfalt. Jedes spanischsprachige Land hat einen speziellen Dialekt oder Aussprache. Auch die Grammatik und das Vokabular, z.B. im Bereich Essen und Trinken, unterscheidet sich oft erheblich. In der 8. Klasse habe ich Spanisch gewählt, weil ich sowohl die Melodik der Sprache als auch die lateinamerikanische Kultur toll gefunden habe. Jedes Land hat seine Besonderheiten.

Du hast ein Jahr in Costa Rica gelebt. Was ist dir vom Lebensgefühl dort besonders in Erinnerung geblieben?

Mich hat die Mentalität der Costa-Ricaner enorm beeindruckt. Man könnte das so beschreiben: In Deutschland lebt man, um zu arbeiten; in Costa Rica arbeitet man, um zu leben. Dies zeigt sich auch an dem in Costa Rica sehr oft gebrauchten Ausdruck „Pura Vida!“, übersetzt „pures Leben“. Das bedeutet letztlich auch, dass es wichtiger ist, das eigene Leben in vollen Zügen zu genießen als materiellen Reichtum anzuhäufen.

Wird Spanisch für dich in der Zukunft noch wichtig sein?

Spanisch spielt eine zentrale Rolle bei meiner Studien- und Berufswahl. Für mich ist es essenziell, einen Beruf zu wählen, in dem ich die spanische Sprache verwenden kann, weshalb ich gerne im Tourismus oder in der Entwicklungshilfe arbeiten würde. Den Grundstein dafür lege ich aktuell mit dem Bachelor in Lateinamerikastudien.

Die gesamte Schulfamilie wünscht Jan Hutterer viel Erfolg in seinem Studium, persönliche Erfüllung und das Lebensgefühl des „Pura vida“!

(Silvia Kern)

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