Wenn Geschichten zu Bildern werden

Wenn Geschichten zu Bildern werden

Gymnasiasten aus dem Fach Kunst organisieren Ausstellung in der Stadtbücherei Regen

Die Schülerinnen und Schüler der Q12 des Gymnasiums Zwiesel zeigen bis Ende Mai Auszüge ihrer Seminararbeiten aus dem Fach Kunst in einer Ausstellung in der Stadtbücherei Regen. Die jungen Künstler haben es sich zur Aufgabe gemacht, Illustrationen zu literarischen Werken von Autoren der Region anzufertigen.

Eröffnet wurde die Ausstellung an einem der ersten sonnigen Frühlingstage, am Freitag, dem 26.4.24, und das Haus erstrahlte im warmen Sonnenlicht des Abends.

Literatur trifft Kunst

Es herrschte lockere Stimmung, als die Leiterin der Stadtbücherei, Elisabeth Straub, die interessierten Besucher herzlich begrüßte. Die Kunstlehrerin, Usija Wallner, und die zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten freute es, dass zwei Schriftsteller, deren Geschichten in den Seminararbeiten behandelt wurden, an diesem Abend anwesend waren. So folgten auch die Autorin Dr. Marianne Hagengruber und der Krimiautor Ossi Heindl den Schülern zu ihren Gedanken über ihre Buchillustrationen.

Die Kunst der Bildfindung

„Ein jedes Buch hat seine eigene Welt. Ein jedes Buch hat sein eigenes Wesen, eigene Landschaften und eigene Charaktere. Wie diese letztendlich alle aussehen, bestimmen wir. Wir bestimmen, wie diese Welt aussieht, indem wir sie mit unserer Fantasie ganz individuell interpretieren.“ Leopold Pfeffer aus der Q 12  gab lebhaft Einblick in die herausfordernde Thematik der Bildfindung. Zu sehen sind in der Ausstellung unterhaltsame Illustrationen zu Szenen, die teils naturalistisch, erzählerisch, teils poetisch, abstrakt und teils skizzenhaft eine künstlerische Annäherung an illustrierende Bildfindungen aufweisen.

Schade wäre es gewesen, wenn diese anschaulichen Bilder in der Schublade verschwinden. Deswegen entschieden sich die Schüler trotz Prüfungsstress im Abitur eine Ausstellung zu organisieren. Julia Binder, Vincent Brico, Anna Drexler, Nina Ertl, Magdalena Mühl, Leopold Pfeffer, Nina Schacherbauer, Magdalena Steinbauer und Judith Zeitel erarbeiteten ganz unterschiedliche Seminararbeiten zu Geschichten regionaler Autoren.

Inspiration und Fokussierung

Magdalena Steinbauer, Schülerin der Q 12, las nicht nur einen Auszug aus dem Roman „Meyers Glas“ des tschechischen Autors Martin Sichinger vor. Die Besucher durften zudem ihrer eindrucksvollen Stimme mit dem Song „This ist the life“ von Amy Macdonald lauschen. Ihre Mitschülerin Nina Schacherbauer erläuterte, wie sie Landschaftsbilder entwarf und diese in Zusammenhang brachte zu Ossi Heindls Roman „Max Esterl und das letzte Spiel“.

Judith Zeitel bemerkte, „…jeder hat seine eigene Vorstellung von dem, was einem die Zeilen übermitteln wollen. Interessant wird es für mich persönlich, wenn es darum geht, diese Vorstellungen auf das Papier zu bringen. Wie sehr halte ich mich an den Text? Lasse ich meine eigene Fantasie toben oder versuche ich mich auf das Wesentliche zu fokussieren?  Geht es mir vielleicht nicht einmal um die genaue Szene, sondern eher um das Gefühl? Wie kann ich das alles so umsetzen, dass es wirkt?“

Und so konnten sich die Besucher inspirieren lassen von den grafischen Arbeiten, die zeichnerisch, in Form von Radierungen und malerischen Skizzen, auch mit Tusche, entstanden sind. Zudem erhielten die Besucher die Möglichkeit, in die eine oder andere Geschichte hineinzulesen, denn die Literaturvorlagen zu den künstlerischen Entwürfen waren ebenfalls präsent.

Gemeinsam kreativ

Die Vernissage bereicherte musikalisch die Schulband aus der Q11 des Gymnasiums Zwiesel mit Sarah Hellberg am Keyboard, Chiara Schöbel, Gesang und Gitarre, sowie Magdalena Kern an der Gitarre die musikalische Umrahmung. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt.              

Für den Seminarkurs Kunst zeigte sich die Ausstellungseröffnung als eine abgerundete Veranstaltung während der letzten gemeinsamen Tage in der Zeit der Abschlussprüfungen und sie wird allen in freudiger Erinnerung bleiben.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis 31.5.2024 während der regulären Öffnungszeiten der Stadtbücherei Regen.

(Usija Wallner)

Zwieseler Gymnasiasten genießen Austauschprogramm

Zwieseler Gymnasiasten genießen Austauschprogramm

Lehrreiche und naturnahe Tage im Nationalpark Sächsische Schweiz

Zum wiederholten Mal verbrachten Ende April 22 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Zwiesel eine wunderbare und lehrreiche Woche im Nationalpark Sächsische Schweiz. Begleitet wurde die Gruppe von zwei Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Nationalpark Bayerischer Wald und zwei Lehrkräften. Der Austausch mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz besteht seit vielen Jahren und wird von beiden Nationalparks organisatorisch und finanziell tatkräftig unterstützt.

Von der Bastei zum Lilienstein

Neben dem Kennenlernen der sächsischen Schüler stand auch das Erkunden der regionaltypischen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. So wanderten die Schüler zur berühmten Bastei, einer für diese Gegend typischen Felsformation. Ebenso wurde der Lilienstein umrundet. Dabei kamen auch Spiele zur Stärkung der Klassengemeinschaft und Aufgaben zum Thema „Natur im Nationalpark“ nicht zu kurz.

Von Kultur zur Historie

Trotz außergewöhnlicher Kälte besuchten die Schüler auch die Festung Königsstein und bewunderten die atemberaubende Aussicht auf das Elbtal. Im Nationalparkzentrum in Bad Schandau konnten sich die Schüler jedoch bei einer Führung wieder aufwärmen. Auch kulturelle und historische Aspekte wurden bei der Fahrt berücksichtigt: Die Schüler besichtigten die wieder aufgebaute Frauenkirche in Dresden und bekamen bei einem gemeinsamen Filmabend einen Eindruck von der deutsch-deutschen Geschichte.

Freude auf Gegenbesuch

Den größten Anklang fand jedoch die Baumschaukel vor der hervorragenden Jugendherberge, die auch beim gemeinsamen Abschlussabend am Lagerfeuer noch eifrig genutzt wurde. Nach ihrer Rückkehr freuen sich die Teilnehmer nun schon auf den Gegenbesuch der sächsischen Schüler, der Mitte Mai stattfinden wird. 

(Birke Mohwinkel)

Kreisentscheid Schwimmen

Kreisentscheid Schwimmen

Zwei Kreissieger und weitere beachtliche Platzierungen

Das diesjährige Kreisfinale im Schwimmen fand in Viechtach am 11. April 2024 statt. Es handelte sich dabei um einen Mannschaftswettbewerb, bei dem jeweils 50 m Freistil, 50 m Brust und eine 4 x 50 m Staffel geschwommen werden mussten.

Besonders erfreulich war das große Interesse der Zwieseler Gymnasiasten. So ging unsere Schule mit insgesamt 16 Schülerinnen und Schülern in vier Mannschaften in den Wettkampfklassen Mädchen IV, III, und II sowie Jungen II an den Start.

In sehr spannenden Läufen zeigten unsere Mädchen und Jungs ansprechende Leistungen und stellten ihre schwimmerischen Fähigkeiten unter Beweis.

Am Ende sprangen hervorragende Ergebnisse heraus:

Mädchen IV:   3. Platz

Mädchen III:   2. Platz

Mädchen II:     1. Platz

Jungen II:         1. Platz

Aber nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch der Teamgeist innerhalb der Teams trug zu diesen Erfolgen bei. Gemeinsam feuerten sich die einzelnen Athletinnen und Athleten an und munterten sich auch immer wieder auf.

Für das Gymnasium Zwiesel im Einsatz:

5c: Reif, Elena Röck, Theresa Topolski, Maya  6a: Oeser, Paula Schreder, Silia6b: Pletl, Magdalena Stöckl, Arianna Waldhauser Lilly7a: Ernst, Anna Sager, Mia  
7b: Kroner, Leni Lippl, Emma Lorenz, Emma Treml, Paula    8b: Wenig, Tobias  9a: Gallenkamp, Caroline Gersy, Alexander Hannes, Lukas  9c: Büttner, Luna Hamel, Anna-Lena Kühlmann, Finn Lehmann, Caitlin    
10a: Dahlke, Anna-Katharina Koller, Leni  10b: Frisch, Hannah Geiß, Anne      

 (Michael Hamberger)

„Bonjour, Madame!“

„Bonjour, Madame!“

Französische Geschichtenerzählerin Catherine Bouin zu Gast am Gymnasium Zwiesel

Nach einer mehrjährigen Pause konnte man am Gymnasium Zwiesel eine frühere Tradition wiederbeleben und eine deutschlandweit bekannte Geschichtenerzählerin aus Frankreich begrüßen. Madame Catherine Bouin ist in der Vendée beheimatet und kommt regelmäßig für ein bis zwei Wochen nach Deutschland, um von Schule zu Schule zu reisen, wo sie die Französischschülerinnen und -schüler mit ihren Geschichten unterhält und zum Zuhören animiert.

Geschichten mit tiefen Botschaften

Am Gymnasium Zwiesel kamen fünf verschiedene Lerngruppen auf fünf verschiedenen Niveaus in den Genuss, Frau Bouin zuhören zu dürfen. Ihre Geschichten kommen nicht nur aus Frankreich, sondern haben ihre Ursprünge auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Kanada, in der Türkei oder in China. Sie sind auf verschiedenen Ebenen zu lesen und haben oft eine moralische Botschaft. „Jeder hat etwas zu geben, auch der ärmste Bettler!“, so die Botschaft einer Erzählung In der Geschichte „Chance, malchance“ geht es darum, dass sich vermeintliches Unglück auch als Glücksfall entpuppen kann. Und wenn der Vater mit dem Sohne und dem Esel auf den Markt geht, dann lernt man daraus, dass die Leute immer reden werden, egal was man tut.

Lehrreiche Sprachrätsel

Aufgelockert werden Madame Bouins Geschichten durch sogenannte „devinettes“, also durch Sprachrätsel, bei denen sie ihr Publikum stets miteinbezieht. Durch die Rätsel wird auch landeskundliches Wissen vermittelt. So erfährt man, dass ein gewisser Gustave Eiffel nach ein paar Jahren ganz schön eifersüchtig war auf seine Schöpfung, den Eiffelturm. „Elle est plus connue que moi!“ – „Die ist ja bekannter als ich!“,soll er geseufzt haben.

Unterwegs in Niederbayern

Frau Bouin freute sich über eine aufmerksame Schülerschaft, war aber auch voll des Lobes für die engagierten Lehrerinnen und Lehrer gerade auch in den niederbayerischen Landkreisen. Ohne die „Lehrer-Taxis“ wäre es ihr nicht so leicht möglich, von Schulort zu Schulort zu reisen. Mittlerweile hat sie ein wahres Netzwerk an Kontakten aufgebaut, auf die sie immer zählen kann, wenn es um das Übernachten geht oder wenn sie eine Mitfahrgelegenheit zum nächstgelegenen Bahnhof braucht.

Die Fachschaft Französisch freut sich jedenfalls auf den nächsten Besuch von Catherine Bouin, vielleicht sogar bereits im kommenden Schuljahr.

(Beate Egner)

Auf dem Weg zur Klimaschule

Auf dem Weg zur Klimaschule

#sauberbleim: Das neue Motto am Gymnasium Zwiesel

Klimaschutz gehört zu den größten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Angesichts der beunruhigenden klimatischen Entwicklung sieht sich auch die Schulgemeinschaft des Gymnasium Zwiesels in der Verantwortung, ihren Teil zum Schutz und Erhalt unserer wunderbaren Natur beizutragen, und hat sich deshalb entschieden, sich auf den Weg zur „Klimaschule Bayern“ zu machen.

Mit diesem Projekt sollen sowohl Klimaschutz als auch Nachhaltigkeit dauerhaft in allen Bereichen des Schullebens verankert und die ganze Schulfamilie für diese Themen sensibilisiert werden. Damit dieses Vorhaben realisiert werden kann, müssen Lehrkräfte, Eltern, der Sachaufwandsträger und die Kinder selbst neben vielen anderen zusammenhalten und gemeinsam am gleichen Strang ziehen.

Vom CO2-Fußabdruck bis zu verschiedenen Handlungsfeldern

Auf dem Weg zur Klimaschule wurde bereits der individuelle CO2-Fußabdruck des Gymnasiums ermittelt und daraus abgeleitet, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um diesen Fußabdruck zu verkleinern.

Zudem wurde festgestellt, dass am Gymnasium Zwiesel bereits mehr als 50 Einzelmaßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern wie Abfall, Einkauf, Ernährung, Energie und Mobilität aktuell schon umgesetzt werden.

Konkret gestartet in das Projekt „Klimaschule“ ist das Gymnasium Zwiesel mit einer Müll-Fasten-Challenge in den letzten beiden Schulwochen vor den Osterferien, jetzt steht im gleichen Zeitraum vor den Pfingstferien eine Wasser-Fasten-Herausforderung auf dem Plan.

Mülltrennung auf regionale Art

Es hat sich herausgestellt, dass das Handlungsfeld „Müll“ ein großes Anliegen sowohl bei Lehrkräften als auch bei den Schülern ist. Deshalb wurde in der vergangenen Woche an alle Klassen eine eigene Papier-Sammelkiste übergeben, um die konsequente Trennung von Rest- und Altpapier im Schulalltag zu ermöglichen.

Gefertigt und designed wurden die attraktiven Kisten von der regionalen Holzmanufaktur Liebich, wobei der Inhaber der Firma, Herr Koy, das Gymnasium auf seinem nachhaltigen Weg durch einen „fairen“ Preis der Kisten unterstützt. Eine zusätzliche Besonderheit auf den neuen Papiersammelbehältern ist eine Holzplakette mit Geodaten, aufgrund derer genau nachverfolgt werden kann, dass das Fichtenholz für die jeweilige Kiste nur maximal 2,9 Kilometer entfernt vom Gymnasium (rund um Griesbach) geschlagen wurde. Mehr Nachhaltigkeit und Regionalität geht nicht.

Lernen für`s Leben

Die ersten bewussten Schritte in Richtung einer nachhaltigen, klimafreundlichen Schule sind getan. Und die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte wollen dranbleiben, um ihre Schule noch nachhaltiger und klimafreundlicher zu machen und das Thema Klimaschutz voranzutreiben. 

Am Gymnasium Zwiesel soll Schule mehr sein als nur Fachwissen zu vermitteln; es soll auch Lernen fürs Leben ermöglicht werden!

(Kerstin Bredl)

Starke Verteidigungsleistung der Fußballjungs

Starke Verteidigungsleistung der Fußballjungs

Das Gymnasium Zwiesel schickte dieses Jahr wieder eine Fußballmannschaft in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2012 – 2014) zum Kreisfinale nach Ruhmannsfelden.

Souveräne Vorrunde

In der Vorrunde wusste unser Team in allen Belangen zu überzeugen. Aus einer soliden Defensive heraus konnten unsere Jungs mit teilweise sehr ansehnlichen Kombinationen zwei ungefährdete Siege gegen die Realschule Regen und gegen die Mittelschule Ruhmannsfelden einfahren.

Starke Verteidigungsleistung

Im Finale ging es dann gegen die Realschule aus Viechtach, welche im Turnier bisher die beste Offensive stellte. Durch eine überragende Abwehrleistung unserer Mannschaft kamen die Viechtacher zu keiner wirklichen Torchance in der ersten Halbzeit und waren merklich verunsichert, da sie doch als Favorit ins Spiel gingen. Lange konnte unsere Truppe auch in der zweiten Halbzeit das eigene Tor gegen spielerisch stärker werdende Gegner verteidigen. Aber nach zwei Unachtsamkeiten im Aufbauspiel geriet man in einem Rückstand von 0:2.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Nun musste alles auf eine Karte gesetzt werden, um das Spiel noch zu drehen. Leider sprang dabei nicht mehr viel heraus, so dass die Partie am Ende mit 0:3 verloren ging. Trotzdem zeigten unsere Jungs, dass sie auch gegen vermeintlich stärkere Gegner mithalten können und dass auch in den kommenden Jahren mit ihnen zu rechnen ist.

Für das Gymnasium Zwiesel waren im Einsatz:

WK IV:

5a:
Filipovic, Robin
Schaller, Luca
 
5b:
Ertl, Fabian
Rankl, Tobias
 
5d:
Schachenmayer, Anton
 
6b:
Bredl, Quirin
Eder, Ben
Kapfenberger, Michael
Rankl, Kilian
Stadler, Maximilian

(Michael Hamberger)

Fußballmädchen spielen stark auf

Fußballmädchen spielen stark auf

Das Gymnasium Zwiesel reiste mit drei Mannschaften zum Fußball-Landkreisfinale nach Ruhmannsfelden. Bei besten Fußballwetter zeigten unsere Mädels eine wirklich sehr starke mannschaftliche Leistung.

Knappe Partie der Mädchen Klasse IV

In der Wettkampfklasse IV spielte man gegen die Realschule aus Viechtach. Daraus ergab sich ein spannendes Duell. Es gab zwar kaum Torraumszenen, aber die beiden Mannschaften kämpften um jeden Ball. Dabei schafften es Theresa Röck und Elisa Kunzewitch immer wieder, den Gegner fern von unserem Tor zu halten. Leider ging man in der 15. Minute mit 1:0 in Rückstand. Unsere Mannschaft zeigte eine läuferisch gute Leistung, dennoch schafften wir es kaum, gefährlich in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Und so verlor man das Spiel mit 1:0.

Für das Gymnasium Zwiesel spielten: Marx Aurelia (TW), Elisa Kunzewitch, Pauli Hanna, Weber Felicitas, Winkler Mia, Röck Theresa, Stocklass Sofie, Knauth Leonie und Probst Luna.

Qualifikation für Bezirksfinale der Klasse III

In der Wettkampfklasse III spielte man auch gegen die Realschule aus Viechtach. Unsere Mädels kamen hier besser ins Spiel und gingen durch Emma Haller 1:0 in Führung. Die Viechtacherinnen konnten zwar noch vor der Halbzeit zum 1:1 ausgleichen, aber in der zweiten Spielhälfte ließen unsere Mädels nichts mehr anbrennen. Durch zwei weitere Tore von Emma Haller und einem Tor von Elena Fischer verließen unsere Kämpferinnen das Feld als klare Sieger und sie qualifizierten sich somit für das Bezirksfinale in Freyung. An dieser Stelle Glückwunsch zum Sieg und viel Erfolg beim nächsten Spiel!

Für das Gymnasium Zwiesel spielten: Treml Paula (TW), Beibl Lilly, Oeser Paula, Fischer Elena, Ullmann Jana, Lippl Emma, Riede Luna, Haller Emma, Lorenz Emma und Fischer Emma.

Ausgezeichnetes Paroli der Klasse II

In der Wettkampfklasse II hatte man drei Spiele zu bestreiten. Im ersten Spiel haben unsere Mädels eine wirklich herausragende Leistung gezeigt. Man konnte im Derby die Mannschaft der Realschule Zwiesel mit 8:0 besiegen.

Im zweiten Spiel spielte man gegen die Realschule aus Viechtach. Diese Mannschaft kannte man aus den vergangenen Jahren und war top eingestellt und motiviert. Die Mädels standen um Abwehrchefin Maria Kroner defensiv sehr diszipliniert und kompakt. Anna Gigl schloss immer wieder die Lücken und konnte viele Angriffe der Viechtacherinnen um Nationalspielerin Katharina Bauer abwehren.

Leider geriet man in der ersten Halbzeit noch 2:0 in Rückstand.

In der zweiten Hälfte aber erfolgte ein heftiges Duell und man konnte sich sogar noch über drei gefährliche Angriffe unserer Mannschaft freuen. Das Spiel ging zwar 2:0 verloren, dennoch sind wir unheimlich stolz auf diese Leistung, da man dem starken Gegner so gut Paroli bieten konnte.

Im letzten Spiel gegen die Realschule aus Regen dominierte man zwar das Spiel, konnte aber nur noch ein Tor erzielen.  So belegte man in dieser Gruppe den zweiten Platz.

Für das Gymnasium Zwiesel spielten: Ertl, Katharina (TW), Kroner Maria, Kaufmann Fiona, Altmann Hedwig, Buchner Antonia, Botschafter Pia, Zaglauer Nina, Gigl Anna, Treml Amelie und Schröder Hanna.

Die gesamte Schulfamilie ist unheimlich stolz auf ihre Fußball-Mädchen und die Spielerinnen freuen sich bereits auf die Herausforderungen im nächsten Jahr.

(Bianca Schiller)

Faltkunst aus DNA und Solarzellen aus Holz

Faltkunst aus DNA und Solarzellen aus Holz

46. Edgar-Lüscher-Seminar am Gymnasium Zwiesel beleuchtet Zukunftsmaterialien und Nanotechnologien

Lotuseffektbeschichtungen ersparen uns das Schrubben der Waschbecken im Bad, Nanopartikel aus Titandioxid schützen uns in Sonnencremes vor UV-Strahlung und Smartphone-Displays werden durch Nanobeschichtungen immer kratzfester. Das sind nur drei Anwendungen von sogenannten Nanotechnologien, die bereits Einzug in unseren Alltag gefunden haben. Im Rahmen des 46. Edgar-Lüscher-Seminars gaben Wissenschaftler aus der Spitzenforschung am vergangenen Wochenende einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und Forschungsgegenstände im Bereich der Nanotechnologien und Zukunftsmaterialien.

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Thomas Hofmann, Präsident der TU München, lud der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Niederbayern, Ltd. OStD Peter Brendel, nun schon zum 46. Mal Physik- und Chemielehrkräfte aus ganz Bayern an das Gymnasium Zwiesel zur Fortbildung ein. Die wissenschaftliche Leitung des Seminars lag wieder in bewährter Hand bei Prof. Dr. Winfried Petry und Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum von der TU München.

Von Lotus und Kohlrabi

Den Auftakt der Veranstaltung bildete bereits ein Schülervortrag am Freitagvormittag. Dr. Silke-Stähler-Schöpf, Leiterin des Photon Lab am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, und Dr. Andreas Kratzer von der TUM School of Education gaben gut hundert Schülern der 11. Jahrgangsstufe aus den Gymnasien Zwiesel, Grafenau und Landau einen Einblick in die Materialwissenschaften. Sie erklärten zunächst, dass man erst ab einer Größenordnung unterhalb von 100 Nanometern – also einem Tausendstel der Dicke eines Haares – wirklich von Nanotechnologie spricht. Es folgte eine Vielzahl von Beispielen. Der Lotuseffekt – experimentell demonstriert an Kohlrabiblättern – wurde näher unter die Lupe genommen. Weiter wurden Nanomaterialien mit magnetischen Eigenschaften betrachtet. Die Schüler erfuhren, dass diese Partikel z. B. in der Behandlung von Tumoren durch gezielte Überhitzung des Tumorgewebes eingesetzt werden. Den Schlusspunkt setzten besondere Supraleiter, die bereits bei verhältnismäßig hohen Temperaturen ihren elektrischen Widerstand verlieren. Diese Temperaturen sind zwar immer noch sehr kalt, sodass Dr. Kratzer und Dr. Stähler-Schöpf für den Demonstrationsversuch kurzerhand zu flüssigem Stickstoff griffen.

Von Medikamenten in der DNA-Box

Am Nachmittag folgten die ersten Vorträge der Lehrerfortbildung. Elisabeth Eber von der LMU München gab eine Einführung in DNA-Origami. DNA ist vermutlich jedem ein Begriff als Trägerin von Erbgut. Beim DNA-Origami verwendet man die Strukturen aus Basenpaaren allerdings nicht, um Information zu kodieren, sondern als programmierbaren Baustoff. Eber erläuterte den Zuhörern, wie DNA-Stränge als Gerüst erzeugt, gefaltet und mit weiterer DNA ummantelt werden. Als mögliche Anwendung in Zukunft zeigte sie, wie sich Medikamente in einer Box aus DNA exakt zum Einsatzort im Körper transportieren und dort freisetzen lassen könnten.

Vom Tanz der Gase

Im zweiten Freitagsvortrag zeigte Prof. Dr. Marc Willinger von der TUM NAT School, wie er und seine Forschergruppe dynamische Prozesse chemischer Reaktionen, die auf der Oberfläche reaktionsbeschleunigender Stoffe – sogenannter Katalysatoren – ablaufen, sichtbar machen. Er verblüffte sein Publikum mit einer Reihe von Videos, die mit Rasterelektronen- und Transmissionselektronenmikroskopen aufgenommen wurden. Dabei konnte man das Wechselspiel der reaktiven Gase und der Katalysatoroberfläche wunderbar beobachten. Weiter erläuterte er, wie die neuen Beobachtungsmöglichkeiten die Katalyseforschung voranbringen können.

Von der Welt der Mikrostrukturen

Den Vortragsreigen am Samstag eröffnete Dr. Michael Hofmann vom FRM II an der TUM mit seinen Ausführungen über Hochleistungslegierungen und deren Untersuchung mittels Neutronenstreuung. Anhand von nickelbasierten Superlegierungen zeigte er auf, welche Einflüsse Mikrostrukturen auf die Materialeigenschaften im Makrobereich haben. Er erläuterte, wie mittels Neutronenstreuversuchen diese Mikrostrukturen untersucht werden können und Materialien damit weiterentwickelt und verbessert werden.

Prof. Dr. Jonathan Finley vom Walter-Schottky-Institut knüpfte an das Thema des Vorjahres – Quantenphysik – an und schlug den Bogen zu den Nanotechnologien. Prof. Finley zeigte, wie man mittels Quantenpunkten, das sind Halbleiternanostrukturen, auf Knopfdruck Einzelphotonen erzeugen kann. Im zweiten Schritt wurden Detektoren vorgestellt, die wiederum Einzelphotonen detektieren können.

Von Solarzellen und topologischen Materialien

Neue effizientere Solarzellen standen im Fokus der Ausführungen von Dr. Claudiu Mortan. Eine Stunde Sonnenlicht bringt genug Energie auf die Erde, um diese ein Jahr mit Strom zu versorgen. Diese Information stellte Dr. Mortan seinem Vortrag voran. Das Nutzbarmachen ist somit die Herausforderung. Siliziumbasierte Solarzellen sind mittlerweile nahezu an der Effizienzgrenze. Mortan forscht deshalb an der Entwicklung von Zellen, die auf Perowskit basieren. Dieses Material verspricht hohe Energieausbeute und ermöglicht u. a. den Bau von flexiblen Solarzellen direkt aus dem 3D-Drucker, berichtete er den Seminarteilnehmern.

Der Samstag wurde von Prof. Dr. Christian Pfleiderer beschlossen. Er ist wissenschaftlicher Direktor des FRM II an der TU München. Prof. Pfleiderer referierte über topologische Materialien. Er erläuterte, wie mithilfe des mathematischen Konzepts der Topologie Bandstrukturen von Materialien untersucht und so ungewöhnliche magnetische und elektrische Eigenschaften vorausgesagt bzw. begründet werden können.

Von der Kraft des Holzes bis zum Graphen der Superlative

Der letzte Seminartag wurde von Prof. Dr. Stephan Roth eröffnet. Prof. Roth forscht am DESY Hamburg an nachhaltigen Materialien. Besonders interessant für Zuhörer aus einer waldreichen Region waren seine Ausführungen über die aus Holz gewonnene Zellulose-Nanofibrillen. Diese Fibrillen sind 10.000-mal dünner als ein Haar und bezogen auf ihr Gewicht die stärksten Biofasern der Welt. Roth berichtete, dass sich die Fasern eignen, um Plastik in Verpackungen zu ersetzen oder Kompositwerkstoffe zu verstärken. Besonders spannend ist, dass sich die Fasern auch als Grundstoff für Solarzellen eignen. Der nachwachsende Rohstoff Holz könnte so zum Ausgangsprodukt zur Erzeugung regenerativen Solarstroms werden.

Prof. Dr. Paul Seifert von der Universität der Bundeswehr München beschäftigte sich im letzten Vortrag mit einem besonderen Material: Graphen. Es besteht aus Kohlenstoffatomen und ist zweidimensional, das heißt, es besteht nur aus Oberfläche. Graphen ist das dünnste Material, extrem leicht, der beste Wärmeleiter, einer der besten elektrischen Leiter und härter als Diamant. Seifert resümierte: Graphen ist ein Material der Superlative.

Von der Bedeutsamkeit moderner Wissenschaft

Nach diesem Schlussvortrag bedankten sich die wissenschaftlichen Leiter des Seminars, Prof. Müller-Buschbaum und Prof. Petry, bei allen Sprechern und dem Organisationsteam vor Ort. Stephan Loibl bedankte sich schließlich stellvertretend für das Gymnasium bei den beiden Professoren. Besonders stellte er heraus, mit welcher Mühe die beiden dafür sorgen, dass jedes Jahr aufs Neue Spitzenwissenschaftler nach Zwiesel kommen und dort interessierten Lehrern, aber auch der Öffentlichkeit einen Einblick in den Status quo der Forschung geben. Er betonte den besonderen Wert der Veranstaltung, die bayernweit einzigartig ist. Lehrer können nur lebendig unterrichten, wenn sie auch inhaltlich am Puls der Zeit bleiben. Als Dankeschön überreichte Loibl den beiden, wie auch allen anderen Sprechern, Glaspräsente gesponsert von Zwiesel Glas.

Als letzter Punkt des Programms stand die Festlegung des Themas für das 47. Edgar-Lüscher-Seminar im kommenden Jahr an. Die Seminarteilnehmer legten sich mit den beiden Leitern schnell auf „Neues aus der Astrophysik, von James Webb bis Gravitationswellen“ fest. Es ist also gesichert, dass auch nächstes Jahr vom 04. bis 06. April spannende physikalische Themen am Gymnasium Zwiesel diskutiert werden.

(Stephan Loibl)

Nachdenklicher Theaterabend am Gymnasium Zwiesel

Nachdenklicher Theaterabend am Gymnasium Zwiesel

In der letzten Schulwoche vor den Osterferien präsentierte das Profilfach Theater-Tanz-Werkstatt des Gymnasiums Zwiesel am Montag und Dienstag, 18./19. März 2024, eine eigene Produktion mit dem Titel „Hoover & Johnson“. OStD Martin Huber eröffnete dabei den Premierenabend.

Moderne Dystopie

Die Theater-Tanz-Werkstatt wird seit Jahren von den Theatermachern Christiane Winkler-Gegenfurtner und Florian Gegenfurtner geführt, wobei diese stets bemüht sind, die Kreativität ihrer Schützlinge zu fördern und das Engagement für die Themen der jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Auge zu behalten.

Ausgangspunkt für die diesjährige Inszenierung war der Wunsch der Schülerschaft nach einem dystopischen Stück, angelehnt an den Film „Don´t look up!“.

Die 19 Schülerinnen und Schüler der Theater-Tanz-Werkstatt zeigten voll Spielfreude, wie wichtig ihnen das Thema ist. Dem Wunsch nach politisch und gesellschaftlich relevanten Themen von Seiten der Schülerschaft nachzugehen, ist bezeichnend für die Inszenierungen der beiden Theatermacher. Das aktuelle Stück stammt so auch aus der Feder der Theaterlehrer.

Die Macht von Social media

Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit zwei fiktiven Wissenschaftlern, Hoover und Johnson, die als Vulkanologen an der Universität in Boulder eine ganz neue Methode entwickelt haben, um Vulkanausbrüche vorherzusagen. Sie stellen fest, dass in Kürze ein riesiger Vulkan in den USA ausbrechen wird. Ihre Warnungen werden von ihrer Umwelt aber als nicht bedrohlich wahrgenommen, obwohl die Wissenschaftler über verschiedene Kanäle die Bevölkerung vor dem Ereignis warnen wollen. Weder der Besuch bei der Präsidentin in Washington noch ein Auftritt in einer bekannten Nachrichtenshow verschaffen ihnen die benötigte Aufmerksamkeit für ihr Anliegen.

Unterbrochen wird die Suche nach einer tragfähigen Lösung des Problems durch die Alltagsszenen, die die Gleichzeitigkeit und das Nebeneinander von wichtigen und unwichtigen Meldungen vor allem bei social media darstellen und die Vielfalt unseres Alltags andeuten. Dass dabei eine hochbedeutsame Meldung im Medienbetrieb keine adäquate Beachtung findet, hat dramatische Folgen.

Vielzahl der Darsteller

Die beiden Hauptrollen der Wissenschaftler Hoover und Johnson wurden mit Einsatz und Engagement von Julian Algasinger (Q12) und Rico Hofmann (Q12) verkörpert. Besondere Anerkennung für ihren Mut, auf der Theaterbühne zu agieren, verdienen auch alle weiteren Darstellerinnen und Darsteller, die zum überwiegenden Teil das erste Mal auf der Bühne standen und ihre Premiere im Schauspiel meisterten.

Die Gruppe bestand dieses Jahr aus: Leonie Denk (Klasse 8), Daniel Jokl (tschechischer Austauschschüler Klasse 10), alle weiteren aus der Q12: Amelie Bergmann, Julia Binder, Hannah Birkeneder, Franz Buchecker, Anna Drexler, Tobias Ernst, Elias Hellberg, Teresa Kapfenberger, Maximilian Kreitmayr, Sebastian Kreitmayr, Sophie Loibl, Eva Probst, Jonas Rankl, Nina Schacherbauer und Magdalena Steinbauer.

Das Technikerteam – bestehend aus Simon Brunnbauer, Maximilian Kagerbauer und Vinzenz Probst aus der Klasse 11b und Maximilian Wurzer aus der Q12 – sorgte mit großem Engagement für die Licht- und Tontechnik.

Das Plakat gestalteten Julia Binder und Nina Schacherbauer.

Dank an alle Mitwirkenden

Großer Dank gilt dem Elternbeirat, der für beide Abende ein dem kulturellen Rahmen ansprechendes und variantenreiches Buffet angeboten hat. Herzlicher Dank geht auch an den Kollegen StR Stephan Loibl für die Fotos.

StDin Martina Kuchler dankte als stellvertretende Schulleitung den Darstellenden nach der Schlussaufführung für ihr waches gesellschaftliches Interesse und ihr Bewusstsein für aktuelle mediale Tendenzen und nicht zuletzt den Theatermachern Christiane Winkler-Gegenfurtner und Florian Gegenfurtner für den unterhaltsamen und nachdenklichen Theaterabend.

Das Paar erhielt viel Applaus vom Publikum und der eigenen Theater-Tanz-Werkstatt.

Basis für Freundschaft und Völkerverständigung

Basis für Freundschaft und Völkerverständigung

Das Gymnasium Zwiesel schaut besonders zufrieden auf die letzten beiden Monate zurück – der diesjährige Spanienaustausch war ein voller Erfolg.

Seit mittlerweile vier Jahren pflegt die Fachleiterin Magdalena Loibl Kontakte zur spanischen Partnerschule nach Pizarra, einer Stadt in der Nähe von Málaga in Andalusien, und so konnten die Schüler und Schülerinnen des Gymnasium Zwiesel ihre spanischen Gäste im Februar wieder an der Schule begrüßen. Vor den Osterferien durften die Zwieseler Schüler und Schülerinnen zum Gegenbesuch ins sonnige Spanien fliegen.

Spanier erkunden Bayern

Auf deutscher Seite hatte die Organisatorin Magdalena Loibl ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste zusammengestellt. Die 15 spanischen Schüler und Schülerinnen, begleitet von ihren Lehrkräften Antonio Moreno, Sonia Beltrán und Yolanda Gómez, durften alle Facetten der Region rund um Zwiesel und darüber hinaus kennenlernen. Bayerische Alltagskultur erlebten sie in den Gastfamilien, wo sie herzlichst aufgenommen wurden. Gemeinsam mit ihren Partnern ging es bei Tagesausflügen aber auch nach München, Regensburg und Pilsen, wo die Schüler und Schülerinnen in gemischten Gruppen Großstadtluft schnuppern konnten. In Pilsen trafen die deutschen und spanischen Jugendlichen auf die Schüler und Schülerinnen der tschechischen Partnerschule des Gymnasium Zwiesel und erkundeten die Stadt gemeinsam in international gemischten Kleingruppen. Natürlich durften für die spanischen Jugendlichen auch Einblicke in die Kultur und Natur des Bayerischen Waldes nicht fehlen, so standen auch Besuche im Glasmuseum Frauenau, in der Glasfachschule Zwiesel, im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein und im Nationalpark in Ludwigsthal an.

Bunte Fiesta am Gymnasium

Der Höhepunkt des Besuchs in Deutschland war jedoch für die spanischen sowie die deutschen Schüler und Schülerinnen die gemeinsame deutsch-spanische Fiesta, für die die Spanisch-Schüler und -Schülerinnen des Gymnasiums verschiedene Beiträge zu unterschiedlichen Themen rund um die Heimatregion vorbereitet hatten. Emotional ergreifend wurde der Moment, als Fachleiterin Magdalena Loibl sich bei dem scheidenden Mitarbeiter im Direktorat, StD Wilhelm Striegel, für seine Pionierarbeit bedankte. „Ohne Sie gäbe es das Fach Spanisch am Gymnasium Zwiesel nicht, und damit wäre diese wunderbare Woche und dieser gelungene Abend nicht möglich. Mit Ihrem Einsatz leisteten Sie einen Beitrag zur internationalen Verständigung und legten die Basis für viele Freundschaften,“ resümierte die Spanischlehrerin.

Auf nach Andalusien

Mit seinem Einsatz für das Fach hatte Herr Striegel auch den Weg für die Begegnung mit der Zielkultur vor Ort geebnet und so konnten 17 deutsche Schüler und Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe in Begleitung von Markus Draxler und Magdalena Loibl vor den Osterferien zum Gegenbesuch nach Spanien starten. Die Schüler und Schülerinnen wurden auch hier in den Familien ihrer spanischen Partner aufgenommen und die Wiedersehensfreude war gleich zu Anfang sehr groß.

Von Málaga zur Alhambra

Die spanische Partnerschule hatte rund um den Organisator auf spanischer Seite, Alejandro Marti, für die Jugendlichen aus Deutschland ein kulturell vielseitiges Programm vorbereitet. So schnupperten die Bayerwaldler Großstadtluft in Málaga, begaben sich in schwindelnde Höhen auf den Caminito del Rey, besuchten historisch bedeutsame Stätten wie die Alcazaba in Málaga, Ronda und auch die Pueblos Blancos an der andalusischen Küste. Am letzten Wochenende machten sich die deutsch-spanische Gruppe gemeinsam auf den Weg nach Granada, wo die Jugendlichen die beeindruckende Alhambra in aller ihrer Pracht besichtigten.

Von kirchlichen zu weltlichen Festen

Neben den kulturell und historisch bedeutsamen Orten bot sich den deutschen Schülern und Schülerinnen aber auch die einmalige Möglichkeit, andalusische Traditionen hautnah zu erleben. In der Woche vor den Osterferien liefen die Vorbereitungen zur Semana Santa auf Hochtouren und die deutschen Jugendlichen konnten auch die ersten Umzüge am Domingo de Ramos, dem spanischen Palmsonntag, besuchen. Bei einer gemeinsamen Fiesta, die die spanischen Organisatoren vorbereitet hatten, tanzten und sangen spanische und deutsche Jugendlichen gemeinsam und man merkte, wie eng die Gruppe über die gemeinsamen Wochen zusammengewachsen war.

Nach zehn eindrucksvollen Tagen fiel der gesamten Gruppe der Abschied sehr schwer, da sich nach der gemeinsamen Zeit viele Freundschaften gebildet hatten. Als einziger Trost blieb den Schülern die Gewissheit: Je tränenreicher der Abschied, desto besser die gemeinsamen Zeiten!

(Magdalena Loibl)

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