1. Home
  2.  » 
  3. Schule & Unterricht
  4.  » 
  5. Nationalparkschule
  6.  » Nationalparkschule – Schuljahr 2021/22

Nationalparkschule Gymnasium Zwiesel

„Natur Natur sein lassen“

Nationalpark Dings Bums – Kinder erklären die Waldwildnis

Beim Nationalpark Dingsbums erklären die Kinder der Nationalparkschulen den Nationalpark Bayerischer Wald. Die Schüler des Gymnasiums Zwiesel haben schon viel über den größten Beutegreifer im Böhmerwald, den Wolf, gelernt. Sie wissen über sein Verhalten und seine Jagdstrategie genau Bescheid und können auch Tipps für den Fall einer Begegnung geben.

Natur verbindet – bayerisch-sächsischer Schüleraustausch des Gymnasium Zwiesel mit dem Gymnasium Sebnitz

 

Nach zweijähriger Corona-Pause machten sich in diesem Jahr wieder 20 Schüler*innen mit ihren beiden Biologie-Lehrern auf in die Sächsische Schweiz. Das Ziel war das Jugendgästehaus im Liebethaler Grund im Herzen des Nationalparks Sächsische Schweiz. Zusammen mit einer Schülergruppe vom Gymnasium in Sebnitz erkundeten sie die für Bayerwäldler ungewöhnliche Natur rund um die faszinierenden Felsenmassive des Elbsandsteingebirges. Zusammen mit Mitarbeitern des Nationalparks Sächsische Schweiz, wurde ein buntes und erlebnisreiches Programm für die Jugendlichen auf die Beine gestellt. So startete die Woche mit einer Erkundungstour durch den Liebethaler Grund, entlang des Malerwegs, vorbei an Kletterfelsen, tiefen Schluchten und romantischen Mühlen. Am nächsten Tag erwanderten sich die Schüler*innen von Wehlen aus die Bastei, die berühmteste und beeindruckendste Felsformation der Sächsischen Schweiz und setzten dann mit einer Fähre ans andere Elbufer über.

Auch ein bisschen Kultur durfte nicht fehlen, und so besichtigte die Gruppe am nächsten Tag die mächtige Felsenfestung Königstein mit ihren gigantischen Burgmauen und herrlichen Ausblicken über die Sächsische Schweiz. Dann ging es weiter in die Landeshauptstadt Dresden, wo sich die Jugendlichen anhand einer Stadtrallye, den Sehenswürdigkeiten der Stadt wie dem Zwinger, der Frauenkirche oder die Semperoper näherten. Am letzten Tag stand noch eine Ökorallye gemeinsam mit den Schüler*innen aus der Austauschschule am Plan. Diese startete an der Forellenschänke in Sebnitz und trug sehr zur bayerisch-sächsischen Völkerverständigung bei. Bei einer Minigolfrunde ließen die Gruppen den Tag ausklingen.

Gelebte Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Zwiesel und dem Nationalpark Bayerischer Wald

„Raus aus dem Klassenzimmer – rein in den Wald!“  So lautete das Motto in den vergangenen drei Schulwochen für eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Zwiesel. Im Rahmen der Zusammenarbeit des Gymnasiums als Nationalparkschule mit dem Nationalpark Bayerischer Wald fanden in diesem Zeitraum 15 Exkursionen zu verschiedenen Unterrichtsinhalten im Fach Biologie satt.

Projekt Nationalparkschule

Schon seit März 2016 ist das Gymnasium Zwiesel eine von momentan zehn Nationalpark-Schulen. Dabei handelt es sich um ein exklusives Kooperationsprojekt für Schulen aus den beiden Nationalpark-Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau. Die gemeinsame Durchführung verschiedenster Aktionen und Angebote ist in einer Kooperationsvereinbarung geregelt. Jede Partnerschule wird dabei von einem Pädagogen des Nationalparks betreut, der mit einem festen Ansprechpartner des Lehrerkollegiums ein individuelles Nationalpark-Programm erarbeitet und umsetzt.

Lebendiger Lehrplan

Für dieses Schuljahr haben Sabine Eisch, pädagogische Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Haus zur Wildnis, und Martina Engelmaierová, pädagogische Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Wildniscamps am Falkenstein, zusammen mit der Fachschaftsleiterin Biologie StRin Kerstin Bredl vom Gymnasium Zwiesel ein buntes Exkursions-Programm für die Klassen 5 bis 10 zusammengestellt.

In jeder Jahrgangsstufe des Biologie-Lehrplans wird ein Ökosystem genauer betrachtet und dazu sollen Freilanderkundungen durchgeführt werden. Ein guter Teil dieser Unterrichtsinhalte wurde deshalb in Form von Unterrichtsgängen im Gebiet des Nationalparks Bayerischer Wald erarbeitet und erlebbar gemacht.

Umweltbewusstsein und Naturverständnis

Ein Bewusstsein für die Natur und dafür, dass unsere Umwelt schützenswert ist, erfahren die Kinder am besten, wenn sie selber in der Natur aktiv sein können und sie eigenständig erforschen.

Den Anfang machten noch vor den Pfingstferien die 9.Klassen, die das Ökosystem „Boden“ mit seinen Bewohnern und verschiedene Boden-Zusammensetzungen untersuchten. Gefolgt von den 10. Klassen, die auch im Gelände rund ums Haus zur Wildnis ihre seit vielen Jahren etablierten „Ökologietage“ absolvierten. Dabei bewältigten sie verschiedene Stationen zu den Thema Waldökologie und Klima.

Grünland, Waldökonomie und Gewässerkunde

In der Woche nach den Pfingstferien machten sich dann die 5. Klassen auf zur Forscherreise ins Kreuzstraßl, wo sie auf der Streuobstwiese des Nationalparks das Ökosystem „Grünland“ erforschten. Dabei wurden Blumen und Wiesenbewohner bestimmt, die Lebensbedingungen in diesem Grünland erforscht und zwischendurch auch lustige Spiele gespielt. Zur gleichen Zeit machten sich die 8. Klassen auf zur Besteigung des Großen Falkensteins. Ausgangspunkt war das Wildniscamp im Zwieseler Waldhaus. Während des Unterrichtsgangs erklärten die Waldführer den Kindern Wissenswertes zum Thema „Waldökologie“ und informierten darüber, welchen Einfluss der Mensch auf dieses Ökosystem nimmt.

Den Abschluss bildeten in der vergangenen Woche die Schüler der 6. Klassen, die zur Schleicher-Schwelle wanderten, dort verschiedene Wasserlebewesen erkescherten und anschließend bestimmten. Auch der pH-Wert, die Temperatur und die Fließgeschwindigkeit des Gewässers wurden gemessen und erforscht.

Bereichernde Erfahrungen und Erkundung der Sächsischen Schweiz

Begleitet, angeleitet und geführt wurden die Schülerinnen und Schüler dabei stets von den erfahrenen Waldführern des Nationalparks Bayerischer Wald, die mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung, Souveränität, manchmal auch nötigen Geduld und Ruhe die Exkursionen erst möglich gemacht und bereichert haben.

Aber noch ist der Reigen der Exkursionen nicht beendet. Zwei Highlights stehen noch bevor: Anfang Juli dürfen 22 Schülerinnen und Schüler, die dem Mentorenprogramm für Begabte am Gymnasium Zwiesel angehören, im Rahmen eines Schüleraustauschs eine ganze Schulwoche im Nationalpark Sächsischen Schweiz verbringen. Und auch im Juli freuen sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen auf jeweils drei bunt gefüllte Tage in den Themenhütten im Wildniscamp am Fuße des Großen Falkenstein.

(Kerstin Bredl)