Fusion im Fokus

Fusion im Fokus

Wie baut man die Sonne auf der Erde nach?

48. Edgar-Lüscher-Seminar befasste sich mit Plasma-Physik und Kernfusion

Moderne Entwicklungen wie künstliche Intelligenz oder Elektromobilität befeuern den Energiehunger der Welt. Eine hoffnungsvolle Antwort darauf nahm man beim Edgar-Lüscher-Seminar am Gymnasium Zwiesel ins Visier. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie man die Fusionsprozesse, die in der Sonne ablaufen, auf der Erde technisch nachahmen und aus der Verschmelzung von Deuterium und Tritium zu Heliumkernen Energie gewinnen kann. Nur 2,5 Gramm Deuterium-Tritium-Gemisch können dieselbe Energiemenge freisetzen wie 28 Tonnen Kohle – ohne dabei klimaschädliches CO2 freizusetzen. Grund genug, sich mit der Technologie genauer auseinanderzusetzen.

Acht Spitzenforscher referieren in Zwiesel

Der Ministerialbeauftragte Ltd. OStD Peter Brendel lud deshalb unter dem Motto „Plasma-Physik und Kernfusion“ zur 48. Auflage der traditionsreichen Lehrerfortbildung an das Gymnasium ein. Den wissenschaftlichen Leitern des Seminars, Prof. Winfried Petry und Prof. Peter Müller-Buschbaum, ist es erneut gelungen, acht hochkarätige Sprecher aus der Spitzenforschung nach Zwiesel zu holen, wo sie den interessierten Lehrkräften Einblicke in ihre Arbeit gewährten. Eine Besonderheit war dabei, dass auch zwei Sprecher deutscher Start-up-Unternehmen gewonnen werden konnten, die an der wirtschaftlichen Umsetzung von Kernfusionsreaktoren arbeiten.

Faszinierender Schülervortrag und Einführung in Plasma

Bereits am Freitagvormittag bekamen Schüler aus Zwiesel, Grafenau und Landau einen Einblick in das spannende Thema. Dr. Alf Köhn-Seeman von der Universität Stuttgart gab den potenziellen Forschern der Zukunft eine Einführung in die Plasma-Physik und die Grundlagen der Kernfusionstechnik. Unterstützt wurde er dabei von Dr. Silke Stähler-Schöpf vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Dr. Andreas Kratzer vom Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften, die mit anschaulichen und verblüffenden Experimenten beeindruckten. Köhn-Seeman startete dann auch am Nachmittag mit dem ersten Fachvortrag für die Lehrkräfte. Auch sie erhielten zunächst Informationen zum häufig vernachlässigten vierten Aggregatzustand: Plasma. Vereinfacht gesprochen handelt es sich dabei um teilweise ionisierte Gase, die besondere physikalische Eigenschaften zeigen. Um Fusion zu ermöglichen, müssen sich die Teilchen sehr nahekommen – das ist nur bei sehr hohen Temperaturen möglich. Das elektrisch leitfähige Plasma muss dazu auf Temperaturen von bis zu 150 Millionen Grad Celsius erhitzt werden. Diese Temperaturen führen zur ersten Hürde bei der Umsetzung des Prozesses, der in der Sonne von selbst abläuft, auf der Erde: Das Plasma muss von den Reaktorwänden ferngehalten werden.

Fusionsexperimente und Energiebilanz

Einen Ansatz dazu stellte Dr. Gregor Birkenmeier, Leiter der Arbeitsgruppe „Plasmaturbulenzen“ am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, vor. Das heiße Plasma wird in einem Magnetfeldkäfig eingeschlossen und so von den Wänden des Reaktors ferngehalten. Was zunächst simpel klingt, bringt einige Herausforderungen mit sich. Birkenmeier stellte das Tokamak-Prinzip als eine der bereits realisierten Lösungen genauer vor. Bereits 1950 entstand die Idee dazu, und es gelang bald, Plasmen sicher einzuschließen. Als sowohl physikalisch als auch politisch spannendes Großprojekt wurde die im Aufbau befindliche Anlage ITER genauer vorgestellt. Ziel der Großforschungsanlage ist es zu zeigen, dass zum einen ein Dauerbetrieb von Fusionsexperimenten möglich ist und zum anderen eine nennenswert positive Energiebilanz erreicht werden kann. Politische Brisanz entsteht durch die Beteiligung von 37 Nationen, darunter auch Russland.

Star-ups und Firmengeheimnisse

Einen anderen Ansatz zur Realisierung von Fusionskraftwerken stellte Dr. Katinka von Grafenstein am Samstagvormittag vor. Sie beschäftigt sich beim Start-up-Unternehmen Marvel Fusion mit sogenannter Trägheitsfusion. Dabei werden Brennstoffpellets mit ultrakurzen, hochenergetischen Laserpulsen bestrahlt und so komprimiert, dass im Inneren Fusionsprozesse einsetzen. Marvel möchte mit diesem Ansatz wirtschaftliche Nutzbarkeit im Laufe der 2030er-Jahre erreichen. Einen guten Eindruck vom ehrgeizigen Wettrennen um den Durchbruch in Sachen Fusionskraftwerk erhielten die Seminarteilnehmer in der Fragerunde. Gelegentlich konnte Dr. von Grafenstein Fragen nur schmunzelnd mit dem Wort „Firmengeheimnis“ beantworten.

Stellaratoren und Supercomputer

Eine weitere Möglichkeit des magnetischen Plasmaeinschlusses stellte Prof. Ulrich Stroht vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik mit dem Stellarator vor. Magnetischer Einschluss verlangt stets verdrillte magnetische Feldlinien. Der Stellarator setzt dabei auf höchst komplex aufgebaute Magnetfeldspulen. Der große Vorteil dieses Prinzips ist, dass ein stabiler Dauerbetrieb möglich ist. Die große Schwierigkeit bei diesem Reaktortyp liegt im Design der Spulen. Nur mittels Supercomputern können deren Geometrien entwickelt und verbessert werden. Durch die rasant wachsende Leistungsfähigkeit von Computern und KI sind Stellaratoren zu einer echten Alternative zum Tokamak geworden.

Erstes Fusionskraftwerk in Bayern

An diesem Punkt setzte Dr. Jonathan Schilling von Proxima Fusion an. Das Start-up-Unternehmen plant, mit dem Stellaratorprinzip den Durchbruch bei der wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion zu erreichen. Dr. Schilling berichtete den Zuhörern von den Planungen zum ersten Fusionskraftwerk „Stellaris“. Erst kürzlich haben Proxima Fusion, RWE und der Freistaat Bayern eine Vereinbarung unterzeichnet, dass Stellaris als erstes Fusionskraftwerk in Bayern errichtet werden soll.

Plasmen in der Industrie

Der Samstag wurde von Prof. Achim von Keudell von der Ruhr-Universität Bochum beschlossen. Er bewegte sich in seinem Vortrag wieder weg von den heißen Plasmen der Fusion hin zu kalten Plasmen als Schlüsseltechnologie bei Anwendungen wie Materialsynthese oder Oberflächenbearbeitung. Er zeigte, dass Plasmen eine zentrale Rolle in der Industrie spielen – angefangen bei günstigen Kosmetikprodukten bis hin zu mehrere Hundert Millionen Euro teuren Lithografieanlagen zur Herstellung hochmoderner Mikrochips. Aber auch hier gelang der Brückenschlag zur Energiefrage. Von Keudell erklärte den Lehrkräften, dass Plasmatechnologien den Weg zur Energiewende ebnen, da sie CO2-freie Produktionswege ermöglichen.

Von Lithium zu Tritium

Der Seminarsonntag wurde von Dr.-Ing. Thomas Giegerich vom Karlsruher Institut für Technologie eröffnet. Nachdem zwei Tage lang der Frage nachgegangen worden war, wie man Energie aus Fusion gewinnen kann, beschäftigte sich sein Vortrag damit, wie man überhaupt an den Brennstoff für den Betrieb von Fusionsreaktoren gelangen kann. Während Deuterium nahezu unerschöpflich im Meerwasser vorkommt, gibt es weltweit nur etwa drei Kilogramm natürliches Tritium. Giegerich erläuterte, dass man den Ansatz verfolgt, das Tritium in den Fusionsreaktoren selbst aus Lithium zu erbrüten. Dazu muss ein möglichst großer Teil der Reaktorwände mit lithiumhaltigen Brutblankets ausgekleidet werden. Die beim Fusionsprozess freiwerdenden Neutronen sollen dann die Lithiumkerne in Tritium umwandeln. Was zunächst einfach klingt, stellt die Forscher noch vor große Herausforderungen. Den Zuhörern wurde so ersichtlich, dass nicht nur die positive Energiebilanz der Reaktoren eine Schwierigkeit darstellt, sondern insbesondere auch die Beschaffung der Ausgangsstoffe.

Ausblick auf zukünftige Fusionskraftwerke

Den Schlussakkord setzte Dr. Golo Fuchert, der die weite Anreise vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald nach Zwiesel auf sich nahm. Er wagte mit den Physiklehrkräften einen Ausblick darauf, wie ein zukünftiges Fusionskraftwerk aussehen könnte, wenn alle anderen Hürden gemeistert sind. Sein Fazit war, dass es sich dabei sicher um Großkraftwerke handeln wird und nicht um „Balkon-Reaktoren“, da die Effizienz direkt mit der Größe des Kraftwerks skaliert. Dr. Fuchert konnte den Anwesenden aber versichern, dass aktuelle Simulationen zeigen, dass Fusionsreaktoren nicht zu spät kommen werden, um sinnvoll in die Energieinfrastruktur eingebettet zu werden, und dass sie rentabel betrieben werden können.

Dank an Referenten und Sponsoren

Abschließend bedankte sich Prof. Müller-Buschbaum bei allen Teilnehmern für ihr Interesse an der aktuellen Forschung und die Bereitschaft, physikalische Entwicklungen in die Schulen und an die Schülerinnen und Schüler heranzutragen. Er dankte allen Sprechern für ihre engagierten Beiträge, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik für die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Referenten und dem Gymnasium Zwiesel, das dem Seminar eine Heimat gibt.

Stellvertretend für die Schule bedankte sich StR Stephan Loibl bei den wissenschaftlichen Leitern für die Zusammenstellung des spannenden Vortragsprogramms. Einen herzlichen Dank richtete er an alle Sprecher, die ohne Honorar bereit sind, nach Zwiesel zu kommen und dort interessierten Lehrkräften tiefe Einblicke zu gewähren. Besonders hervorgehoben wurde von Loibl die finanzielle Unterstützung durch die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz in Garching sowie das Sponsoring von Glaspräsenten für alle Sprecher durch Zwiesel Fortessa.

Antworten auf die Energiefragen der Zukunft

Die 48. Auflage des Edgar-Lüscher-Seminars gab allen Teilnehmern einen gelungenen Einblick in den Status quo der heiß diskutierten Fusionstechnologie. Gerade durch die Mischung aus Vertretern der Grundlagenforschung und der Wirtschaft erkannten die Physiklehrkräfte, dass zwar noch einige Hürden zu nehmen sind, die Kernfusion aber eine ernstzunehmende Antwort auf die Energiefrage der näheren Zukunft sein kann. Sicher steht damit noch ein weites Feld für ihre Schülerinnen und Schüler offen, die die Forscher der Zukunft sein können.

(Stephan Loibl)

Begegnungen, die verbinden

Begegnungen, die verbinden

Deutsch-spanischer Schüleraustausch am Gymnasium Zwiesel

Zwiesel/Vera. Zwei Länder, zwei Kulturen – und viele unvergessliche gemeinsame Erlebnisse: Auch in diesem Schuljahr konnte das Gymnasium Zwiesel wieder einen erfolgreichen Schüleraustausch mit seiner spanischen Partnerschule IES Alyanub in Vera (Almería) durchführen. Insgesamt nahmen 11 deutsche und 13 spanische Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte an dem zweiteiligen Programm teil.

Spanische Gäste beeindruckt von Glas und Schnee

Den Auftakt bildete im Februar der Besuch der spanischen Gruppe im Bayerischen Wald. Für die Gäste stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, das ihnen die Region und ihre Besonderheiten näherbrachte. Besonders beeindruckend war für viele der Glasworkshop im Glasmuseum Frauenau, bei dem die Jugendlichen selbst kreativ werden konnten. Auch die winterliche Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite: Bei einer Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Flora und Fauna der Region.

Ausflug nach Tschechien

Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Ausflug nach Pilsen in Tschechien. Dort erkundeten die Jugendlichen im Rahmen einer Stadtrallye zusammen mit einer tschechischen Partnerschule die historische Altstadt. Für viel Spaß und Teamgeist sorgte zudem ein Rodelrennen am Großen Arber, das bei allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben dürfte.

Reise nach Vera

In der Woche vor den Osterferien fand schließlich der Gegenbesuch in Spanien statt. Nach der Ankunft am 20. März wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler herzlich in ihren Gastfamilien aufgenommen. Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und gemeinsamer Ausflüge, unter anderem in das malerische Küstendorf Mojácar.

Das offizielle Programm begann am Montag mit einem Empfang im Rathaus von Vera. Neben schulischen Aktivitäten erwartete die Gruppe ein vielfältiges kulturelles Angebot: Eine Stadterkundung, eine Wanderung durch die beeindruckende Wüstenlandschaft von Tabernas sowie der Besuch des archäologischen Hügels „Espíritu Santo“ vermittelten Einblicke in Geschichte und Natur der Region.

Von Stieren, Küstenlandschaften und ökologischen Reservaten

Auch traditionelle Aspekte kamen nicht zu kurz: Die Besichtigung einer Stierkampfarena sowie ein Töpferworkshop ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, spanische Kultur hautnah zu erleben. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug in den Naturpark Cabo de Gata mit seinen einzigartigen Küstenlandschaften. Ebenso beeindruckend zeigte sich das ökologische Reservat „Salar de los Canos“, das die Gruppe gemeinsam erkundete.

Sprachkenntnisse vertiefen und Freundschaften knüpfen

Neben dem offiziellen Programm spielte vor allem das Leben in den Gastfamilien eine zentrale Rolle. Hier konnten die Jugendlichen ihre Sprachkenntnisse vertiefen, interkulturelle Erfahrungen sammeln und neue Freundschaften knüpfen.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Der Austausch war ein voller Erfolg. Er bot nicht nur spannende Einblicke in zwei unterschiedliche Lebenswelten, sondern stärkte auch das gegenseitige Verständnis und die europäische Gemeinschaft.

(Magdalena Loibl)

Neuer Geografie-Champion am Gymnasium

Neuer Geografie-Champion am Gymnasium

Zehntklässler kämpfen um den Titel beim Diercke-Wissen-Wettbewerb

Am Gymnasium Zwiesel drehte sich auch in diesem Schuljahr wieder vieles um Karten, Länder und globale Zusammenhänge: Die Schule stellte sich erneut den Herausforderungen des Wettbewerbs Diercke WISSEN, des größten Geographiewettbewerbs Deutschlands. Seit dem Start haben bereits mehr als acht Millionen Jugendliche daran teilgenommen. Der Wettbewerb zeigt damit eindrucksvoll, dass das Interesse an geografischen Fragestellungen ungebrochen ist. Schließlich ist Geografie das Fach, das die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt im Raum untersucht – ein Blickwinkel, der angesichts der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit wichtiger denn je ist.

Zukunftsfragen unserer Zeit

Gerade im Geografieunterricht beschäftigen sich Jugendliche mit zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit. Themen wie der menschengemachte Klimawandel, weltweite Wanderungsbewegungen, soziale Ungleichheit, die Entwicklung der Weltbevölkerung oder der begrenzte Vorrat natürlicher Ressourcen zeigen, wie eng das Leben der Menschen mit ihrer Umwelt verbunden ist. Der Wettbewerb greift diese Inhalte auf und fordert von den Teilnehmenden ein breites Verständnis räumlicher Zusammenhänge.

Herausforderung in Wissens- und Schätzfragen

Am Gymnasium Zwiesel wurde der Wettbewerb in zwei Etappen durchgeführt. Zunächst stellten sich alle Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe einem rund 20-minütigen Wissenstest. Dabei wurden die jeweils besten Geografen der Klassen ermittelt, die anschließend im Schulfinale gegeneinander antraten. In dieser Runde mussten die Teilnehmer ihr Können in verschiedenen Bereichen unter Beweis stellen: Gefragt waren sowohl topographische Kenntnisse als auch methodische Fähigkeiten, etwa beim Interpretieren von Klima- oder Bevölkerungsdiagrammen. Darüber hinaus ging es um Fragen zu Wetterphänomenen, Umweltaspekten und aktuellen geographischen Themen. Schätzaufgaben zum Abschluss sorgten zusätzlich für Spannung.

Strahlende Schulsieger

Am Ende setzte sich Max Lorenz aus der Klasse 10 B klar gegen die Konkurrenz durch und wurde Schulsieger. Für diese Leistung erhielt er von der Schulleitung und der Fachschaft Geografie ein kleines Präsent. Besonders eng verlief das Rennen um den zweiten Platz: Da zwei Teilnehmer punktgleich lagen, entschied schließlich das bessere Ergebnis bei den Schätzfragen. Marius Jung (10 C) sicherte sich mit knappem Vorsprung Rang 2 vor Jule Gruber (10 B). Die Schule gratuliert allen Beteiligten herzlich zu ihren Leistungen.

(Andrea Döringer)

Krafttraining für Gymnasiasten

Krafttraining für Gymnasiasten

Leistungsfach Sport besucht Vitalo Fitness-Studio

Um nicht allein theoretisches Wissen aus dem Unterricht rund um das Thema Krafttraining zu sammeln und rein kognitiv zu lernen, sondern direkt und praktisch am eigenen Körper zu erfahren, besuchte das Leistungsfach Sport des Gymnasiums Zwiesel das Vitalo Fitness-Studio. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Gelegenheit, verschiedene Trainingsmethoden wie die Hypertrophie- oder die Kraftausdauermethode kennenzulernen und auszuprobieren.

Kennenlernen verschiedener Trainingsmethoden

Nach einer herzlichen Begrüßung durch das Vitalo-Team begann Carolin Lambürger-Treml mit einem motivierendem, mit Musik hinterlegten Aufwärmprogramm im Kursraum. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Trainingseinheiten zu erleben. Unter der professionellen Anleitung von Carolin Lambürger-Treml sowie Conny und Helmut Treml trainierte jede Gruppe gezielt unterschiedliche Muskelgruppen mithilfe verschiedener Trainingsmethoden.

Vom Intervall zum Kraftausdauertraining

So wurden neben dem beliebtem „Tabata“, ein hochintensives Intervalltraining, auch ein Kraftausdauertraining und verschiedene Übungen an den großen Kraftgeräten von den Schülerinnen und Schülern absolviert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf dem richtigen Umgang mit den jeweiligen Geräten und der korrekten Ausführung der Übungen, um Verletzungen zu vermeiden und die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Kondition, Fitness und Gesundheit

Der Besuch im Vitalo war eine gewinnbringende Erfahrung und bot den Schülerinnen und Schülern des Leistungsfachs Sport nicht nur die Möglichkeit, das Gelernte selber anzuwenden, sondern auch ein besseres Verständnis für die Vielfalt und die Möglichkeiten des Krafttrainings zu entwickeln. Durch die praxisorientierte Umsetzung konnten die Jugendlichen nicht nur ihre Kondition und Fitness steigern, sondern auch lernen, wie wichtig eine abwechslungsreiche Trainingsroutine für die Gesundheit ist.

(Michael Hamberger)

Brauchtum im Winter in Bayern und Böhmen

Brauchtum im Winter in Bayern und Böhmen

Schüler der Unterstufe nehmen teil an Kunstwettbewerb in der Galerie KunstRäume Grenzenlos

Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a, 7c und 7d gestalteten Masken und Bilder für eine Kinderausstellung des Kulturvereins „Über d`Grenz“. Zum Thema formulierte der grenzüberschreitende Verein Bilder und Plastiken zu Brauchtum in Bayern und Böhmen im Winter.

Faszinierende Rauhnachtsmasken

Es entstanden acht Rauhnachtsmasken, die zum Wettbewerb eingereicht wurden aus der Klasse 6a. Vincent Ernst, Luna Eisch, Maja Freiberg, Senta Haslinger, Emma Zaglauer, Madeleine Ambros, Pia Kasberger und Felicitas Kopp gestalteten jeweils phantasievolle Formen aus Pappmaché und bemalten diese ausdrucksstark.

Kreative Bilder zu verschiedenem Brauchtum

Zudem werden bis Ende April Bilder von Marina Wittenzellner, Evi Ruderer, Sophia Gigl und Sophia Hasenöhrl gezeigt. Auch Ronja Eckl und Lina Zach gestalteten ein Bild zum Thema Gardetanz im Bayerischen Wald. Theresa Röck entwarf ein spannendes Bild mit dem Motiv eines Pferdekutschen-Rennens.

Über den beigefügten QR-Code kann man bei einer Publikumsabstimmung mitmachen und die ausgestellten Werke sehen.

(Usija Wallner)

Screenshot
Den Raum mit Landschaft öffnen

Den Raum mit Landschaft öffnen

Gymnasiasten gestalten Wand im AWO-Kindergarten

Vier Schülerinnen des Gymnasiums Zwiesel entwarfen eine Wandmalerei für den AWO- Kindergarten. Als Motiv sollten die Schülerinnen die Landschaft des Bayerischen Waldes aufgreifen und der Nationalpark Bayerischer Wald ermöglichte diese Umsetzung.

Im Eingangsbereich des Kindergartens gibt es eine kleine, unbeachtete Ecke im Treppenhaus, die nun deutlich ansprechender für die Kinder des Kindergartens geworden ist. Das Thema des Nationalparks wurde aufgegriffen mit Baumstämmen als Sitzmöglichkeiten, einem freundlichen Luchs in originaler Größe und im Hintergrund eröffnet sich die Landschaft rund um Zwiesel.

Gemalt haben es die vier Schülerinnen der Q12, Marina Baierl, Ronja Obermeier, Elina Aichele und Mia Pscheidt.

(UsijaWallner)

MINT-EC-Regionalforum an der THD

MINT-EC-Regionalforum an der THD

Exkursion zum MINT-EC-Regionalforum an der Technischen Hochschule Deggendorf

Am 26. Februar begab sich die 11. Klasse des naturwissenschaftlichen Zweigs des Gymnasiums Zwiesel auf eine spannende Exkursion an die Technische Hochschule Deggendorf. Ziel war die Teilnahme am sogenannten „MINT-100“-Regionalforum – einem besonderen Veranstaltungstag des bundesweiten Excellence-Netzwerks MINT-EC.

Das MINT-100-Regionalforum ist ein groß angelegtes Event, das Schülerinnen und Schülern der Oberstufe praxisnahe Einblicke in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ermöglicht. In zahlreichen Workshops, Vorträgen und an Infoständen erleben die Teilnehmenden MINT-Themen hautnah und können selbst aktiv werden – ganz nach dem Motto „Hands-on: Machen statt Reden“.
Gleichzeitig bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Studiengänge kennenzulernen, den Campus zu erkunden und mit Studierenden sowie Lehrenden ins Gespräch zu kommen.

Begegnung mit modernen Wissenschaften und Welt der Lehre

Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler individuell für zwei Workshops entschieden, die sie im Laufe des Tages besuchten. Die Bandbreite der Themen spiegelte die Vielfalt moderner Wissenschaft wider und reichte von technischen Anwendungen über naturwissenschaftliche Experimente bis hin zu aktuellen Entwicklungen in Informatik und Forschung. Besonders beeindruckend war dabei die praxisorientierte Herangehensweise: Statt reiner Theorie stand das eigene Ausprobieren und Experimentieren im Mittelpunkt.

Neben den Workshops erhielten die Jugendlichen einen authentischen Einblick in den Hochschulalltag. Der Aufenthalt auf dem Campus vermittelte ein realistisches Bild vom Studium – von Vorlesungssälen über Labore bis hin zum studentischen Leben. Der direkte Austausch mit aktuell Studierenden wurde von vielen als besonders wertvoll empfunden, da hier persönliche Fragen zu Studieninhalten, Anforderungen und Perspektiven gestellt werden konnten.

Wichtiger Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung

Gerade im Hinblick auf die Berufs- und Studienorientierung stellte die Exkursion einen großen Gewinn dar. Die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Studienrichtungen kennenlernen, eigene Interessen schärfen und neue Zukunftsperspektiven entdecken. Damit leistete der Tag einen wichtigen Beitrag zur individuellen Entscheidungsfindung nach dem Abitur.

Begleitet wurde die Klasse von den beiden Chemielehrerinnen StRin Jana Aschenbrenner und OStRin Kerstin Bredl, die den Exkursionstag organisierten und die Schülerinnen und Schüler vor Ort betreuten.

Insgesamt war der Besuch des MINT-100-Regionalforums ein äußerst gelungener und inspirierender Tag, der nicht nur fachliche Einblicke bot, sondern auch Motivation und Begeisterung für die MINT-Fächer nachhaltig stärkte.

(Kerstin Bredl)

ChemieOlympiade 2026

ChemieOlympiade 2026

Erfolgreiche Teilnahme an der Internationalen ChemieOlympiade 2026

Großer Erfolg für das Gymnasium Zwiesel: Gleich drei Schülerinnen und Schüler stellten sich in diesem Schuljahr den anspruchsvollen Aufgaben der Internationalen ChemieOlympiade (IChO) – und das mit bemerkenswerten Ergebnissen!

Mit viel Engagement, Neugier und Durchhaltevermögen nahmen Maria Senninger (11a), Tobias Bauer (11a) und Patrick Bala (Q12) an einem der renommiertesten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerbe weltweit teil.

Ein Wettbewerb für echte Chemie-Talente

Die Internationale ChemieOlympiade ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb, bei dem sich chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler weltweit miteinander messen. Ziel ist es, sowohl theoretische als auch experimentelle Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und die Freude an der Chemie zu fördern. 

In Deutschland durchlaufen die Teilnehmenden ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit insgesamt vier Runden, an deren Ende die besten Nachwuchstalente das Nationalteam bilden. Der Wettbewerb beginnt mit der 1. Runde, in der die Schülerinnen und Schüler eigenständig komplexe Aufgaben zu Hause bearbeiten und ihre Lösungen einreichen. Wer hier überzeugt, erreicht die 2. Runde, die in Form einer anspruchsvollen Klausur an der Schule stattfindet.

Die besten Teilnehmenden qualifizieren sich für die 3. Runde, ein mehrtägiges Auswahlseminar mit Vorträgen, Übungen und weiteren Klausuren – oft verbunden mit spannenden Einblicken in Forschung und Praxis.

Starke Leistungen aus Zwiesel

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Maria Senninger (11a): Sie erreichte die 3. Runde des Wettbewerbs – ein großartiger Erfolg! Als Anerkennung für ihr sehr gutes Abschneiden in der 2. Runde durfte sie zudem an einem einwöchigen Chemie-Camp in Burghausen teilnehmen. Dort konnte sie gemeinsam mit anderen talentierten Jugendlichen ihr Wissen vertiefen und spannende praktische Erfahrungen sammeln. Auch Tobias Bauer (11a) und Bala Patrick (Q12) bewiesen ihr Können: Beide schafften es in die 2. Runde des Wettbewerbs und wurden dafür mit einem Sachgutschein ausgezeichnet – eine verdiente Anerkennung ihrer Leistungen.

Begleitet und unterstützt wurden die drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Chemielehrerinnen StRin Jana Aschenbrenner und OStRin Kerstin Bredl, die die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg durch die anspruchsvollen Wettbewerbsrunden betreuten und motivierten.

(Kerstin Bredl)

Präventionsprogramm am GZ

Präventionsprogramm am GZ

Vom Umgang mit körperlichen Veränderungen

„Bin das noch ich? Was passiert mit meinem Körper?“ Diese Fragen beschäftigen Kinder mit beginnender Pubertät auf dem Weg zum jungen Erwachsensein.  Das Gymnasium Zwiesel freut sich daher, ein werteorientiertes sexualpädagogisches Projekt, das von der Diözese Passau organisiert wird, an der Schule durchführen zu können. Das Präventionsprogramm MFM (My fertility matters) unterstützt die Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen in sehr anschaulicher Art und Weise auf ihrem Weg zu sich selbst.

Entdeckungsreise in spielerischer Form

Die nach Buben und Mädchen getrennten Gruppen tauchen ein in eine Reise in den eigenen Körper. Viele anschauliche Materialien sowie aktives Mitmachen ermöglichen einen kindgerechten Zugang zu diesem Thema und machen so diesen Vormittag zu einem besonderen Erlebnis.

Akzeptanz des eigenen Körpers

Die Schülerinnen und Schüler lernen ebenso, wie wichtig eine wertschätzende Sprache in Bezug auf den eigenen Körper ist und dass man seinen eigenen Körper annehmen soll, wie er ist. Denn wie man sich selbst erlebt und bewertet, hat großen Einfluss auf das Selbstbild und das Lebensgefühl.

Das Projekt leistet so einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Entwicklung einer gefestigten Persönlichkeit unserer jungen Schülerinnen und Schüler.

(Heike Lauber)

Biathlon-Junioren-WM am Arber

Biathlon-Junioren-WM am Arber

Biathlon-Junioren-WM am Großen Arber – Ein besonderer Tag für unser Sport-Leistungsfach

Vom 28. Februar bis 8. März fand im Skizentrum am Großen Arber im Bayerischen Wald die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft im Biathlon statt. Nachwuchsathletinnen und -athleten aus zahlreichen Ländern kämpften dort um Medaillen. Auch das Sport-Leistungsfach der Q12 und Q13 des Gymnasiums Zwiesel hatte am Freitag, den 6. März, die besondere Gelegenheit, einen Wettkampftag live vor Ort mitzuerleben.

Blick hinter die Kulissen

Unser Besuch begann um 09:45 Uhr mit einer exklusiven Führung für unsere Gruppe durch Frau Elisabeth Unnasch, Mitorganisatorin der Veranstaltung und gleichzeitig Tourismusreferentin des Landratsamtes Regen. Nach einer kurzen Begrüßung erhielten wir einen Einblick hinter die Kulissen, beginnend bei der Wachsstation der Athleten. Dabei wurde deutlich, wie aufwendig die Organisation eines solchen internationalen Sportereignisses ist: Rund 450 Sportlerinnen und Sportler sowie etwa 300 Techniker, Trainer und Helfer betreuen die Teams. Da die vorhandenen Räumlichkeiten nicht ausreichten, wurden zusätzliche Container als Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für die Wettkampfteams aufgestellt.

Im Anschluss bekamen wir eine anschauliche Erklärung zum Ablauf eines Biathlonrennens sowie zum Schießstand, an dem die Athleten nach jeder Laufrunde ihre Zielscheiben treffen müssen. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, das Gelände eigenständig zu erkunden und die besondere Atmosphäre im Stadion zu erleben.

Wettkampfatmosphäre live erleben

Um 10:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss für den Massenstart der Männer. Entlang der Strecke feuerten zahlreiche Zuschauer die Athleten begeistert an und sorgten für eine großartige Wettkampfatmosphäre. Nach einem spannenden Rennen setzte sich am Ende ein Teilnehmer aus Norwegen durch und sicherte sich den Sieg.

Nur eine Stunde später, um 11:30 Uhr, gingen auch die Frauen in den Massenstart. Auch hier erlebten die Zuschauer ein packendes Rennen, bei dem schließlich eine Athletin aus der Ukraine als Erste die Ziellinie überquerte.

Der Besuch der Biathlon-Junioren-WM war für unsere Sportkurse ein besonderes Erlebnis. Neben spannenden Wettkämpfen erhielten wir auch interessante Einblicke in die Organisation und Durchführung eines internationalen Wintersportevents.

(Markus Draxler)

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