Unterstützung für wertvolle Hospizarbeit
Gymnasiastinnen übergeben Spende an St.-Ursula-Hospiz
Gerade in der Weihnachtszeit rückt der Gedanke des Gebens und der Nächstenliebe besonders in den Fokus. Diesem Leitgedanken folgte auch eine Schülerinitiative, bestehend aus Veronika Aschenbrenner, Sophie Raffalt, Sophia Weiderer, Nele Zisler und Sarah Hellberg. Die Schülerinnen der 13. Klasse des Gymnasiums Zwiesel wollten in dieser besinnlichen Zeit anderen Menschen etwas zurückgeben: Mit einem Benefizkonzert in der Pfarrkirche Bodenmais sammelten sie Spenden zugunsten des St.-Ursula-Hospizes in Niederalteich.
Betreuung in der letzten Lebensphase
Das St.-Ursula-Hospiz bietet seinen Patienten, liebevoll als „Gäste“ bezeichnet, einen Ort, an dem sie ihre letzten Tage in Würde verbringen können. Neben medizinischer und psychologischer Betreuung werden dort auch Angebote wie Klang- und Maltherapie zur Verfügung gestellt, um individuell auf die Wünsche der Gäste einzugehen. Ebenso erhalten die Angehörigen in dieser schweren Zeit einfühlsame psychologische Unterstützung.
Ort der Mitmenschlichkeit
Durch ihr Engagement gelang es den Schülerinnen, eine Spendensumme von insgesamt 850 Euro zu sammeln, die sie persönlich an das Hospiz übergaben. Bei dieser Gelegenheit konnten sie das Hospiz besuchen und die besondere Wohnlichkeit sowie die warmherzige Atmosphäre dieses Ortes selbst erleben. Ein glücklicher Zufall ermöglichte es ihnen zudem, gemeinsam mit mehreren Kindern aus Niederalteich und deren Müttern den Gästen Weihnachtslieder vorzusingen – ein bewegender Moment, der ihnen einen noch tieferen Einblick in die Arbeit des Hospizes gewährte.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Gruppe vom Baum im Innenhof des Hospizes, an dem die Namen und Daten früherer und aktueller Gäste in bunten Farben angebracht sind und dort verbleiben, bis sie mit der Zeit verwittern. Auch das Orgelspiel eines der Gäste hinterließ bei den Schülerinnen einen bleibenden Eindruck.
Unterstützung für liebevolle Betreuung
Eine solch intensive und persönliche Begleitung der Gäste ist jedoch nur mit entsprechender Ausstattung möglich. Da Hospize fünf Prozent ihrer Kosten selbst tragen müssen, sind sie auf Spenden angewiesen. Wer nun ebenfalls Interesse an der wertvollen Arbeit des St.-Ursula-Hospizes gefunden hat, kann sich auf der Website der Einrichtung informieren und mit einer kleinen Spende dazu beitragen, dass dieser Ort auch in Zukunft ein liebevolles Zuhause für seine Gäste bleibt.
(Veronika Aschenbrenner, Q13)
Gymnasium glänzt beim Skilanglauf
Erfolg auf ganzer Linie im Bezirksfinale
Das Gymnasium Zwiesel trat beim Bezirksfinale Skilanglauf als einzige Schule in allen fünf Wettkampfklassen an. Im Vorfeld war nicht abzusehen, dass alle Mannschaften so erfolgreich abschneiden würden, zumal mit den Schulen aus Grafenau, Freyung und Waldkirchen sehr starke Mitstreiter bereitstanden.
Qualifikation für Landesfinale
Trotzdem sicherten sich die Mannschaften Jungen III, Jungen IV, Mädchen IV, Mix IV den Niederbayrischen Titel. Die Mannschaft Mädchen III wurde Vizemeister. Damit haben sich alle fünf Mannschaften für das Landesfinale Skilanglauf (bayerische Schulmeisterschaft) qualifiziert, das am 2. und 3. Februar in Bad Tölz stattfindet. Erwähnenswert ist außerdem, dass Julia Gürster (7. Klasse), obwohl sie altersbedingt bei den jüngeren Mannschaften gestartet ist, die zweitschnellste Laufzeit des ganzen Teilnehmerfeldes erreichen konnte.
Foto:
Hinten von links: Quirin Bredl, Elena Fischer, Julian Fischer, Jonas Kaufmann, Leo Bachmeier, Felix Weinberger, Paul Koller, Seppi Kreuzer, Nina Dengler, Anna Adam, Tobi Felgenhauer, Antonia Kagerbauer
Vorne von links: Raphael Ertl, Tim Doriat, Elias Brunnbauer, Magdalena Ertl, Hannah Paternoster, Rosa Reisinger, Felicitas Kopp, Senta Haslinger, Julia Gürster und Veronika Kagerbauer
Weihnachtsbasar für Kenia
Neues Schulprojekt hilft in den Slums von Nairobi
Mit ergreifenden Klängen des Andachtsjodlers, den Musiklehrer Leo Muckenthaler an der Orgel der Stadtpfarrkirche mit Bläserbegleitung intonierte, begann der Weihnachtsgottesdienst des letzten Schultages vor den Weihnachtsferien am Gymnasium Zwiesel. Ein nicht ganz perfekter Christbaum bildete das Motiv des Gottesdienstes und symbolisierte, dass Vieles in unserem Leben nicht perfekt, nicht ganz gerade und nicht der Norm entsprechend ist. Und deshalb – so verdeutlichten Pfarrer Heiko Hermann und Stadtpfarrer Carl Snethlage – ist die Botschaft von Weihachten auch und gerade heute so wichtig: Gott kommt zu uns in die unausgeleuchteten und unperfekten Seiten unseres Lebens, nimmt uns an und schenkt uns Frieden.
Engagement für neues Schulprojekt
Wie es bereits schöne Tradition geworden ist, galt auch dieser gemeinsame letzte Schultag dem Engagement der Gymnasiasten für ihr gemeinsames Schulprojekt: Auch hier soll ein Licht in die nicht privilegierten, nicht perfekten Regionen unsere Welt gebracht werden. Und dabei gibt es dieses Jahr eine Neuerung: Die Schulfamilie hat nach organisatorischen Problemen beschlossen, sich nunmehr dem Projekt „Hands of Care and Hope“ zu widmen, einem Hilfsprojekt, das im lebensfeindlichen Umfeld der Slums von Nairobi etwa 1000 Kindern täglichen Schulunterricht und zwei warme Mahlzeiten bietet. Vermittelt wurde das Projekt durch „KiRiKi“, die regionale Hilfsgruppe Ehrenamtlicher im Bereich Kirchberg, Rinchnach und Kirchdorf.
Die Einnahmen aus dem jährlichen Weihnachtsbasar in Aula und Innenhof der Schule, der fröhlichen Abschlussveranstaltung des Kalenderjahres, gehen heuer nunmehr nach Kenia. Zudem hatte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der Q13 eine Spendenaktion für das Hospiz in Niederalteich gestartet, die ebenfalls unterstützt wird.
Ein Fest in Gemeinschaft
Aula und Innenhof der Schule verwandelten sich dank der Organisation durch die SMV mit ihrer Leiterin StRin Bettina Graf in einen duft- und lichterfüllten Weihnachtsmarkt mit der leckeren Mischung aus dem anregenden Geruch gebrannter Mandeln (mit Tüten mit einem Überraschungseffekt!), Waffel- und Würstelduft sowie Musikklängen. Jede Klasse ließ sich dazu etwas Besonderes und Kreatives einfallen, so dass viele Stände eine leuchtende und helle Atmosphäre verbreiteten. Dabei überraschten die Schülerinnen und Schüler wie jedes Jahr mit zahlreichen einfallsreichen Aktionen: Von einem Stand mit wundervollen, selbst hergestellten Last-Minute-Geschenkideen wie Minikrippen, Lichterhäuschen oder Wärmebalsam bis hin zu einem innovativen „Woidstand“ mit Duftsäckchen aus der Natur und schönen Tannenzapfendekos. Die 5. Klasse bot im Sinne der Nachhaltigkeit leuchtende Kerzen hergestellt aus Wachsresten, dazwischen faszinierten kreative Filzarbeiten oder Perlensterne und Losstände brachten Spannung. Auch der Honig aus der schuleigenen Imkerei versüßte den Besuchern die Vorweihnachtszeit. Ganz mutige konnten Mysteryboxen erwerben, deren Inhalt eine besondere Weihnachts-Überraschung darstellte.
Punsch, und fairen Kaffee gab es in selbst mitgebrachte Tassen oder man konnte die wunderschön gestaltete Schultasse mit neuem Wolfslogo des Jahres 2025 erwerben.
„Knack die Nuss“ stellte schließlich eine koordinative Herausforderung dar und eine Fotowand sorgte für das Festhalten schöner Eindrücke vom bunten Weihnachtsmarkt.
Ein gemeinsames Ziel
Nach den schulischen Anstrengungen vor Weihnachten war dieser Tag eine gelungene Einstimmung für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Besucher auf ein ruhiges und hoffentlich friedvolles Weihnachtsfest.
Und so konnte schließlich nach all den gemeinschaftlichen Aktionen am Ende dieses Tages die respektable Spendensumme von 5857,58 Euro erzielt werden, die dieses Jahr den Kindern in den Slums von Nairobi ein kleines Licht senden soll!
(Martina Kuchler)
Vom Gymnasium Zwiesel in die Virtual Reality
Ein Insider der Computerwelten referiert vor Gymnasiasten
„Ich habe 1989 an dieser Schule mein Abitur gemacht und die Schulzeit war die wichtigste Zeit meines Lebens!“ – so begann Hans Ippisch, der aus Rinchnachmündt stammt und mittlerweile als eine der prägenden Figuren der deutschen Gaming-Industrie, als Unternehmer, Dozent und Berater tätig ist und an Universitäten in München in Rom lehrt, seinen Gastvortrag am Gymnasium Zwiesel. Mit seinem Buch „Drei Leben für Games“ war er auf der Frankfurter Buchmesse vertreten, ebenso auf der Games com – aber so meint er: „Ich dachte mir, gerade die Heimat wäre wichtig.“
Und so konnten Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 – 13 des Gymnasiums Zwiesel einer faszinierenden Karriere lauschen die vom Spieleentwickler über die Chefredaktion großer Computermagazine bis zum CEO und Unternehmer reicht.
Von der Schule in die Welt
Hans Ippisch (*1970) begann seine Karriere 1986 als 16-jähriger Spieleentwickler und das, so betont er mehrfach, verdankt er der Initialzündung im Computerraum des Gymnasiums Zwiesel im Jahr 1984, als der damalige Oberstudienrat Erfried Weber seinen Schülern den Zugang zu den ersten CBM 3000 Computern ermöglichte – eine Faszination, die Hans Ippisch Zeit seines Lebens nicht mehr losließ.
Er vermittelte seinen Zuhörern einen Abriss über Games und ihre Geschichte, vom Durchbruch der Arcade-Games mit dem Spiel „Pong“ über die Pioniere von „Fortnite“ und „Counterstrike“ und amüsierte nicht zuletzt mit der Anekdote, dass er selbst 1987 das erste indizierte „Killer-Spiel“ programmiert habe: Dabei sieht man auf der Leinwand zwei Strichmännchen im Spiel „Soldier!“, die gegeneinander kämpfen – heute wirkt das unglaublich harmlos und fast kindlich!
Neueste Technologien
Ippisch informierte aber auch über neuesten Entwicklungen wie das „In-Car-VR-Entertainment“ bei der Audi-Ausgründung holoride, deren Principal Hans Ippisch ist und wo er als Visionär agiert.
Faszinierend erschienen zudem die Einblicke in die Business-Modelle der großen Player von „Angry Birds“ über „World of Warcraft“ oder „Minecraft“, deren Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Impulse für die Schüler
Am Schluss seines Vortrages aber blickte Hans Ippisch in einer kurzen Lesung aus seinem Buch mit dem Kapitel „Der Computerraum und Weihnachten“ noch einmal zurück in seine Schulzeit am Gymnasium Zwiesel, als ihm der damalige Direktor Dr. Schlumprecht als 16Jährigem die Erlaubnis gab, für mehrere Tage nach Gütersloh zu reisen, um bei „Rainbow Arts“ an der Fertigstellung seines ersten, selbst programmierten Computerspiels mitzuwirken.
Die Lehrer am Gymnasium hätten – so Ippisch – Weitblick bewiesen und wichtige Impulse an ihre Schüler gegeben. Und auch er selbst hatte noch einen wichtigen Impuls für seine jungen Zuhörer: Sie sollten lernen, die Künstliche Intelligenz als wichtiges Werkzeug zu benutzen, daneben aber müssten sie sicher verschiedene Materien beherrschen und selbst kreativ und wissensdurstig sein!
„Leidenschaft für den Beruf oder ein Hobby ist das Wichtigste – ebenso wie Offenheit für neue Ideen!“ – und mit diesem Ratschlag verabschiedete sich der Technologie-Visionär unter großem Applaus von seinen Zuhörern.
(Martina Kuchler)
Vorweihnachtliche Stimmung im Sinne der Inklusion
P-Seminar Musik besucht Dr.-Loewsche Einrichtung in Zwiesel
Vier Schülerinnen des P-Seminars Musik am Gymnasium Zwiesel sorgten im Dezember mit einem besonderen Besuch in der Dr.-Loew – Einrichtung in Zwiesel für vorweihnachtliche Stimmung.
Mit besinnlichen Liedern brachten sie musikalische Freude in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Gemeinsam wurde gesungen, gelacht und die festliche Atmosphäre genossen. Die Musik schuf dabei eine herzliche Verbindung zwischen den Musikerinnen und den Menschen vor Ort.
Neben der Musik bot sich den Schülerinnen auch die Gelegenheit, die Einrichtung näher kennenzulernen. Bei einer Führung durch das Gebäude erhielten sie Einblicke in die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden sowie in die verschiedenen Aufgabenbereiche der sozialen Einrichtung. Der Besuch bot somit nicht nur musikalische Erlebnisse, sondern auch wertvolle Eindrücke in die soziale Arbeit. Zum Abschluss des gelungenen Nachmittags kamen alle bei Punsch und Keksen zusammen und ließen den Besuch in gemütlicher Runde ausklingen.
(Franziska Mader)
Nikolaustag bringt hohen Besuch
Heilige Abordnung erreicht Gymnasium Zwiesel
Zarte Schneeflocken zeigten sich am 05. Dezember über dem Waldland und so konnte durch verschneite Wälder und überzuckerte Wiesen eine große Abordnung aus Myra mit ihrem Schlitten bis in den Bayerwald vordringen. Die himmlische Reisegruppe erreichte pünktlich zum Nikolaustag das Gymnasium Zwiesel, so dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Verwaltung die schöne alte Legende um den heiligen Bischof aus Myra in lebendiger Formerleben druften.
Mit goldenem Buch und geheimen Nachrichten
Gemäß seiner Würde ausgestattet mit Bischofsmütze, Krummstab und goldenem Buch schritt der freundliche Heilige in einem Marathon durch alle Klassen, um sein himmlisches Wissen aus seinen geheimen Aufzeichnungen zu offenbaren: So erhielten zahlreiche Schülerinnen und Schüler motivierendes Lob und wurden in ihrem Verhalten bestärkt, einige aber bekamen die Rute der drei rauen Krampus-Gesellen zu spüren, die den heiligen Mann begleiteten. Nach eingehenden Recherchen vermutet man, dass der Hl. Nikolaus all die internen Informationen wohl aus der KI bezieht!
Mit Apfel, Zimt und fairem Süßem
Doch zwei lächelnde und weißstrahlende Engel sowie ein sanfter Knecht Ruprecht trösteten mit süßen kleinen Schokonikoläusen, die auch eine echte Mitra trugen – selbstverständlich aus fairem Handel, wofür die heilige Abordnung extra noch einen Abstecher zum FAIR Weltladen Zwiesel gemacht hatte.
Ein großer Dank der Schulfamilie geht an die Mitglieder der Schülermitverantwortung, die diese Aktion wie jedes Jahr so gut vorbereitet, perfekt durchgeführt und damit ein wenig vorweihnachtlichen Glanz und schöne alte Tradition ins Schulgebäude gezaubert haben!
(Martina Kuchler)
Gymnasium Zwiesel schlägt Brücken
Herausforderung Leseförderung im digitalen Zeitalter
YouTube, Tikok und Instagram sind die Medien, die Kinder schon im jungen Alter in ihrem Alltag begleiten. Aber die negativen Auswirkungen zeigen sich immer mehr in den Ergebnissen von Bildungstudien, die feststellen, dass die Lesekompetenz der Kinder und Jugendlichen immer mehr abnimmt. Am Gymnasium Zwiesel macht man sich schon lange darüber Gedanken, wie man dieser Entwicklung entgegenwirken kann, und nun hat man beschlossen, bewährte Maßnahmen zur Leseförderung mit innovativen Ideen zu verknüpfen, um die Lesebegeisterung wieder neu zu entfachen.
Wie jedes Jahr fand zu Beginn der Vorweihnachtszeit der Vorlesewettbewerb statt, an dem sich alle Sechstklässler beteiligten. Wochenlang wurde in Pausen und vor Eltern, Geschwistern und Haustieren das Lesen geübt, um einen Ausschnitt aus einem Jugendbuch nicht nur möglichst fehlerlos, sondern auch fesselnd vor Publikum vorzutragen. In der ersten Runde konnten sich Katharina Müller (6a), Niklas Gürster (6b), Benedikt Süß (6c) und Eliska Radovska (6d) gegen die Klassenkameraden durchsetzen. Im Finale der Klassensieger, das letzte Woche vor märchenhafter Kulisse im Theaterraum der Schule stattfand, wurde letztlich Katharina Müller zur besten Vorleserin gekürt. Sie konnte sich mit Ihrer Interpretation aus „Fabelheim“ von Brandon Mull knapp gegen ihre Mitbewerber aus den Parallelklassen durchsetzen und wird in der nächsten Runde des Wettbewerbs gegen die Sieger der anderen Schulen des Landkreises antreten.
Der schulinterne Wettbewerb ist allerdings nur der Auftakt der vorweihnachtlichen Vorlesezeit am Gymnasium. Denn in den Wochen vor Weihnachten strömen die Kinder der Unterstufe immer in der großen Pause in den Meditationsraum, wo ihnen Adventsgeschichten vorgelesen werden. Jeden Tag ist es dabei eine kleine Überraschung, welcher Lehrer welche Geschichte vorträgt – quasi ein literarischer Überraschungs-Adventskalender.
In den Jahren zuvor fand das traditionelle Adventslesen noch in der Bibliothek statt, doch hier wird im Moment umgeräumt, um den Ort in einen offenen und hellen Lese- und Lernraum zu verwandeln. Viele Regale mussten weichen und alte Schmöker, die jahrelang niemand mehr in die Hand genommen hatte, wurden aussortiert, um Platz zu schaffen für das neue Konzept, bei dem es nicht mehr nur darum geht, möglichst viele Bücher aufzubewahren. Frau OstRin Silvia Kern, die Leiterin der Bibliothek, erklärt: „Dieser Raum soll ein gemütlicher Rückzugsort werden, an dem man nicht nur still lesen, sondern auch gemeinsam lernen und sich wohlfühlen kann.“ Bei dieser Mammutaufgabe helfen bei Gelegenheit auch die engagierten Schüler des Wahlkurses Schulbibliothek mit, und so manches Buch, das aussortiert wird, findet doch noch einen neuen Besitzer. Andere Wälzer werden von den Oberstufenschülern in ihren Kunstkursen ganz nachhaltig zu Kunstobjekt oder stilvollen Collagen „upgecycelt“, und sind in der neuen Studienbibliothek als Deko zu bewundern.
Weniger Bücher in Print heißt aber nicht automatisch weniger Lesestoff. Vielmehr steht den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums seit Beginn des neuen Schuljahrs ein besonders attraktives digitales Angebot zu Verfügung: der Zugang zur e-Bibliothek „Onleihe“, einer Plattform für eBooks, Hörbücher, Zeitschriften und Tageszeitungen, die rund um die Uhr per App oder am Computer ausgeliehen werden können. Ermöglicht werden konnte diese Anschaffung in Kooperation mit der Stadtbücherei Zwiesel. Neben unterrichtlichen Zwecken soll der nahezu unerschöpfliche Fundus der in der Onleihe erhältlichen Bücher jedoch vor allem der Förderung der Freude am Lesen dienen. Dazu Frau Kern, die mit ihren Kollegen die Onleihe in den Klassen eingeführt hat: „Ob Sachbücher, fremdsprachige Zeitschriften oder schöne Literatur – einfach stöbern, ausleihen und loslesen!“
(Silvia Kern und Silke Vacek)
Leben in Würde bis zuletzt!
Ehrenamtliche Hospizbegleiterin Heidemarie Horenburg zu Gast am Gymnasium Zwiesel
Seit über 20 Jahren widmet sich die ehemalige Schulrätin Heidemarie Horenburg einem ganz besonderen Dienst der Nächstenliebe: Sie begleitet schwerkranke Menschen auf ihrem letzten und schwersten Weg: auf dem Weg bis zum Tod. An vielen dieser wertvollen und berührenden Erfahrungen, die sie dabei gemacht hat, ließ sie die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangstufe des Gymnasium Zwiesel nun teilhaben.
Die Hintergründe der Hospizbewegung
Dass Frau Horenburg ihr Ehrenamt mit absoluter Passion und sehr viel Herzblut ausübt, erahnten die Zehntklässler schon zu Beginn, als sie sich vorstellte. Sie war selbst über 40 Jahre im Lehrberuf tätig, es fiel ihr also keinesfalls schwer, mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Zunächst machte die Referentin ihre Zuhörer allerdings mit den Hintergründen der Hospizbewegung vertraut. Dazu erwähnte sie markante Persönlichkeiten wie Cicely Saunders, eine englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin, die als Begründerin sowohl der modernen Hospizbewegung als auch als Pionierin der Palliativmedizin gilt. Ihr war es wichtig, sterbenskranke Patienten auf ihrem letzten Weg nicht einfach abzuschieben, sondern sie gerade in dieser letzten Zeit liebevoll zu begleiten und ihnen den Weg zum Tod so angenehm wie möglich zu gestalten. Fasziniert von dieser Idee hatte sich auch Heidemarie Horenburg dazu entschieden, ihre Freizeit und ihr Engagement Menschen zu widmen, die ihren Sterbeweg nicht alleine beschreiten können oder wollen.
Ambulante und stationäre Hospizarbeit
Frau Horenburg erklärte den ZehntklässlerInnen im Anschluss daran, welche Arten von Hospizarbeit existieren. So gibt es zum einen die stationären Hospize, die man sich wie sehr kleine Krankenhäuser vorstellen kann, deren Ziel es jedoch nicht ist, Patienten zu heilen, sondern deren Schmerzen zu lindern. Dies ist das Anliegen der Palliativmedizin und kommt dann zum Tragen, wenn Menschen eine Diagnose erhalten haben, für die es keine Heilung mehr gibt. Das nächstgelegene stationäre Hospiz befindet sich in Niederalteich.
Heidemarie Horenburg selbst arbeitet seit über 20 Jahren im Bereich der ambulanten Hospizarbeit und unterstützt dabei den Hospizverein Arberland e.V. Hier arbeiten festangestellte Koordinatorinnen und etwa 80 ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter.
Berührende Erfahrungen bei der Sterbebegleitung
Die Zuhörer folgten Heidemarie Horenburg sehr interessiert und machten auch weiterführende Einwände. Frau Horenburg ging darauf ein, wie eine Sterbebegleitung zustande kommt, welche Gründe es gibt, dass sich Sterbende oder Angehörige an den Hospizverein Arberland e.V. wenden oder wie eine Begleitung dann konkret gestaltet wird. So verdeutlichte sie, dass eine Hospizbegleitung immer sehr individuell gestaltet ist und sich stets an den Bedürfnissen des Sterbenden, aber auch des Begleitenden orientiert. So sei für einen Hospizbegleiter beispielsweise sehr wichtig, welchen Beruf oder welche Hobbys der zu Begleitende gehabt habe, um Anknüpfungspunkte zu finden, über die man positive Erinnerungen hervorrufen könne.
Besonders als Heidemarie Horenburg dann anschauliche Beispiele aus ihrer tagtäglichen Arbeit erzählte und betonte, wie wertvoll und wichtig das Zuhören und Da-Sein und auch sanfte Berührungen für die Menschen seien, herrschte im Klassenzimmer eine berührte Stille. Menschen haben das Recht, gehört zu werden, gesehen zu werden und zu erfahren: „Du bist nicht allein!“ – und daher ist es das wichtige und wertvolle Anliegen der Hospizbegleiter, Menschen ihren letzten Weg so angstfrei und angenehm wie möglich zu gestalten. Und dazu trägt nicht unwesentlich auch der „Hospizhund“ von Frau Horenburg bei, der sanft sein Schnäuzchen auf den Patienten legt!
Und ganz oft werden auch noch „Herzenswünsche“ der Patienten erfüllt: Anschaulich und berührend erzählte Heidemarie Horenburg von solchen erfüllten Wünschen sterbenskranker Menschen: noch einmal die Heimat Hamburg zu sehen, eine Oper zu besuchen, in einem Cafe zu sitzen oder alte Freundinnen zu besuchen!
Die Schulleitung des Gymnasiums Zwiesel bedankt sich ganz herzlich bei Heidemarie Horenburg, dass sie das Thema Hospiz so anschaulich und lebensnah mit den Schülerinnen und Schülern der zehnten Jahrgangsstufe geteilt hat.
(Martina Kuchler)
Weihnachtsvorfreuden
Cooler Mitschüler begrüßt
Pünktlich vor dem ersten Advent zeigen sich auch am Gymnasium Zwiesel leise Vorboten der nahenden Weihnachtszeit: So konnte überraschenderweise Anfang dieser Woche ein sehr entspannter und cooler neuer Mitschüler im Innenhof begrüßt werden: Schüler der 11 c bemühten sich sehr um den Neuzugang und statteten ihn, mangels wetterfester Kleidung und aufgrund abgefrorener Nase, mit Ersatz aus dem Angebot der Mensa und aus Utensilien des Hausmeisters aus.
Nunmehr scheint er sich recht wohl zu fühlen, während auch im Inneren des Schulhauses der Christbaum leuchtet und die Gruppe der jungen Mitglieder der „Schriftstellerwerkstatt“ wieder anheimelnde Adventsfester mit Zitaten großer Dichter und Schülerversen zur „staaden“ Zeit gestaltet hat. Die Schulfamilie freut sich nunmehr auf die Wochen vor Weihnachten mit zahlreichen Aktionen wie dem Adventslesen, Weihnachtskonzert und Weihnachtsbasar.
(Martina Kuchler)
Mädchen erkunden die TUM
GirlsLAB@TUM –Tüfteltag mit Einblicken ins Campusleben
Vier Schülerinnen des Gymnasiums Zwiesel aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 machten sich am Montag, den 17.11.2025, in Begleitung von StRin Angela Jakob auf eine ganz besondere Reise: Auf Einladung der TU München durften sie zwei Tage lang deren Campus und die Welt der Naturwissenschaften erkunden. Nach fünfstündiger Fahrt in die Hauptstadt kam man im Hotel Augustin an der Theresienwiese an und freute sich auf die Auftaktveranstaltung im Vorhoelzer Forum.
Erstes Kennenlernen
Auf dem Hauptgelände der Technischen Universität in der Arcisstraße lernten die Schülerinnen die Mädchen der sechs anderen Partnerschulen der TUM und die verantwortlichen Dozentinnen kennen. Nach verschiedenen Vorstellungsrunden und ersten kleineren zu lösenden Aufgaben genossen alle den Ausblick auf die Landeshauptstadt bei Nacht. Zum Abschluss des Tages stärkten sich die jungen „Studentinnen“ mit Leckereien in einem vietnamesischen Restaurant.
Staunen über den Campus
Nach einer sehr angenehmen Nacht in einem perfekt ausgestatteten Hotel ging es zum Forschungszentrum der TUM nach Garching. Vor Ort gab eine Physik-Studentin eine Führung auf dem riesengroßen Campus. Besucht wurden das Gebäude der Fakultät für Maschinenwesen, auf dem Weg dorthin konnten die jungen Frauen die Gebäude der Fakultät für Chemie, die Mensa, den TUM eigenen Kindergarten, den Forschungsreaktor und noch viel mehr entdecken und erhielten damit einen groben Überblick über das Campusgelände. Die Studentin beantwortete auch zahlreiche Fragen rund ums Studieren und gab Einblicke in den Alltag einer Studentin.
Einblicke in die höhere Wissenschaft
Ein großes Highlight der Führung war eine parabelförmige Rutsche in der Mathematik- und Informatikfakultät. Ganz frech öffnete Frau Jakob eine Hörsaaltür im Mathegebäude zu einer Vorlesung Mathematik. Sehr leise konnten die Schülerinnen so einen kurzen Blick in einen der großen Hörsäle erhaschen und einer Vorlesung in höherer Mathematik zuhören. Beeindruckend war das folgende gemeinsame Mittagessen in der Mensa mit unzähligen Studierenden.
Projekt Kettenreaktion
Am Nachmittag wurden die Schülerinnen in getrennte Gruppen eingeteilt, in denen sie ein gemeinsames Projekt ohne die Lehrkräfte in Angriff nahmen:
Eine von Rube Goldbergs inspirierte Maschine nachzubauen und mechanische Kettenreaktion zu kreieren. Dazu standen verschiedenste Materialien wie Lego, Kugeln, Kugelbahnschienen, Dominosteine, Holzleisten, -platten, -stäbchen, Bauklötze etc. zur Verfügung, die kreativ genutzt werden konnten. Die Schwierigkeit daran war zum einen, dass jede Gruppe eine gelungene Kettenreaktion basteln musste, zum anderen, dass zwingend Absprachen mit der vorher agierenden Gruppe und mit der nachfolgenden Gruppe notwendig waren, damit die Kettenreaktion bei den Übergängen zwischen den Gruppen nicht zum Stoppen kam.
Faszinierender Einblick in die Wissenschaftswelt
Final wurde diese Kettenreaktion zunächst ausprobiert, nochmals verfeinert und schließlich den Lehrkräften vorgeführt. Nach der gelungenen Projektpräsentation konnten Frau Jakob und die Schülerinnen die Heimreise antreten und waren sich einig, dass diese zwei Tage eine große Bereicherung und einen faszinierenden Einblick in die Welt der Wissenschaft darstellten.
(Text: Ida Lilienthal 10A, Annalena Wallner 10B, Maria Senninger 11A, Laurine Altenburger 11A)