Freude über den neuen Außenbereich
Ehemaliges Loygelände wird Spiel- und Spaßarena
Mit großer Freude konnte die ganze Schulfamilie die Öffnung des neuen Außenbereiches der Schule auf dem ehemaligen Loy-Gelände begrüßen!
Pünktlich zum Beginn der ersten warmen und sonnigen Tage haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Pausen- und Freizeiten in einem hell und freundlich gestalteten Ambiente zu verbringen und endlich wieder Bewegung zu genießen: Zahlreiche Kletter- und Spielgeräte, Ruhebänke, überdachte Regionen mit vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten locken ins Freie und regen dazu an, neben dem Geist auch den Körper zu ertüchtigen.
Die Unterstufe hat die neuen Geräte bereits getestet, aber nun muss noch ein wenig gewartet werden, bis der frisch gesäte Rasen aufwächst! Aber dann steht jeglichem Bewegungsdrang nichts mehr im Wege!
Die gesamte Schulfamilie sagt herzlichen Dank an den Sachaufwandsträger, der den Schülerinnen und Schülern wie den Lehrkräften dieses Frühjahrsgeschenk gemacht hat!
(Martina Kuchler)
Fußballdamen unterwegs
Zwieseler Gymnasiastinnen mutig und erfolgreich im Fußball
Landkreisfinale in Ruhmannsfelden
Fußball WK III
Bei strahlendem Sonnenschein fand am 24.04.2026 in Ruhmannsfelden das Landkreisfinale der Schulen im Fußball der Mädchen statt. Im Wettbewerb der WK III trafen das Gymnasium aus Zwiesel und die Realschule aus Viechtach aufeinander. Beide Mannschaften zeigten über die gesamte Spielzeit engagierten Fußball. Besonders überzeugten sie durch schöne Kombinationen sowie eine hohe Laufbereitschaft. Früh zeichnete sich ab, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird, in dem Details den Ausschlag geben. Die Realschule aus Viechtach startete mit mehr Durchschlagskraft: Dank besserer Abschlüsse gingen die Viechtacherinnen in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung.
Nach der Pause gelang es dem Team aus Zwiesel, das Spiel durch Umstellungen in der zweiten Halbzeit deutlich offener zu gestalten. So konnten sich die Zwieselerinnen mehrere gute Chancen erarbeiten und waren spürbar näher am Tor. Leider fehlte in einigen Momenten die letzte Präzision: Die Abschlüsse waren nicht immer so scharf und zwingend wie gewünscht. Zudem zeigte sich im Tor der Realschule Viechtach eine starke Torhüterin, die weitere Möglichkeiten vereitelte. Am Ende setzte sich Viechtach mit 4:0 durch. Trotz der Niederlage bot das Gymnasium aus Zwiesel eine wirklich beeindruckende Leistung. Wegen der guten Chancen und des großen Mutes zeigte die Mannschaft großen Einsatz und Charakter. Das Team kann sich damit auf den zweiten Platz im Kreisfinale freuen und hat eine starke Grundlage für das nächste Jahr gelegt.
Bericht Fußball WK IV
Am Kreisfinale der Schulen der Mädchen in der WK IV galt es für unsere Mannschaft gleich zwei Gegner zu bezwingen. Das Turnier begann mit dem Spiel gegen die Realschule aus Zwiesel. Hier konnte man souverän mit 6:0 gewinnen – eine wirklich beeindruckende Leistung. Von Beginn an zeigte sich unsere Stärke im Mittelfeld: Dort wurde „gezaubert“ und gedribbelt, der Gegner wurde nach Strich und Faden beschäftigt. Dazu kamen eine sichere und konzentrierte Defensive, die von Abwehrchefin um Pia Pongratz hervorragend organisiert wurde. Auch im Tor hatte man mit Luisa Hähnel eine starke Torfrau, die bei einem Zwischenstand von 2:0 zwei richtig gute Chancen des Gegners entschärfte. Offensiv überzeugten unsere Spielerinnen ebenfalls. Rosa Reisinger erzielte in diesem Spiel drei Tore. Helena Schreder steuerte zwei Treffer bei und Magdalena Ertl durfte sich über ihr erstes, sehenswertes Tor freuen. Im zweiten Spiel traf unsere Mannschaft auf die Realschule aus Viechtach. Auch hier dominierte man das Spielgeschehen deutlich. Allerdings dauerte es eine Weile, bis der Führungstreffer fiel: Durch einen Standard ging man schließlich mit 1:0 in Front. Helena Schreder brachte die Ecke gut in den Strafraum, und Marie Haller konnte unsere Mannschaft in Führung bringen. Danach hatte man zahlreiche hochkarätige Chancen, die leider nicht konsequent genutzt werden konnten. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Rosa Reisinger auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel spielte unsere Mannschaft weiterhin klar auf ein Tor. Mit zwei weiteren schönen Treffern durch Helena Schreder konnte man den Sieg schließlich auch in dieser Partie deutlich nach Hause bringen. Alle Mädels zeigten eine wirklich sehr tolle Leistung – jede Spielerin gab alles. So wurde das Turnier zu einem gelungenen Wettkampf mit einem verdienten Sieger.
Die gesamte Schulfamilie gratuliert den Mädchen zum Sieg im Kreisfinale und wünscht ihnen für den Regionalentscheid viel Erfolg.
(Bianca Schiller)
Kreisentscheid Schwimmen
Am 21. April 2026 nahm unsere Schule mit viel Engagement am Kreisentscheid im Schwimmen in Viechtach teil.
Insgesamt gingen 31 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen an den Start, was wieder eine Steigerung der Teilnehmerzahl zum letzten Jahr darstellt. Es wurde sowohl in Einzelwettkämpfen als auch in einer abschließenden Staffel gegen insgesamt fünf Teams anderer Schulen aus dem Landkreis gestartet. Auf dem Programm standen 50 Meter Freistil, 50 Meter Brust sowie eine 4 x 50 Meter Staffel, wobei die jeweiligen Zeiten für die Endabrechnung addiert wurden.
Mit großem Teamgeist, viel Einsatz und sportlichem Ehrgeiz erreichten unsere Schwimmerinnen und Schwimmer erfreuliche Resultate:
Mädchen IV: 3. Platz
Mädchen III: 3. Platz
Mädchen II: 2. Platz
Jungen II: 2. Platz
Für das Gymnasium Zwiesel im Einsatz:
| 5a: Weidensteiner, Leonie Wenzl, Johanna | 5b: Fischer, Hanna Hock, Josefine Hofman, Lara Kraus, Mia Ruder, Lotta Waldhauser, Lina | 6b: Unnasch, Lea | 7c: Topolski, Maya Kollmeier, Linda Röck, Theresa Reif, Elena Gstöttner, Paula |
| 8c: Stadler, Franziska Waldhauser, Lilly | 9a: Kronschnabel, Eneas Lippl, Ema Raffalt Simon | 9b: Ernst, Anna König, Moritz Kroner, Leni Sitzberger, Lucas Treml, Paula | 9c: Lorenz, Emma |
| 10a: Reiner, Constantin Wildfeuer, Luis | 10b: Kapfhammer, Katja | 10c: Heller, Anna | 11a: Gallenkamp, Caroline |
| 11c Draxler, Lucas |
(Michael Hamberger)
Fusion im Fokus
Wie baut man die Sonne auf der Erde nach?
48. Edgar-Lüscher-Seminar befasste sich mit Plasma-Physik und Kernfusion
Moderne Entwicklungen wie künstliche Intelligenz oder Elektromobilität befeuern den Energiehunger der Welt. Eine hoffnungsvolle Antwort darauf nahm man beim Edgar-Lüscher-Seminar am Gymnasium Zwiesel ins Visier. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie man die Fusionsprozesse, die in der Sonne ablaufen, auf der Erde technisch nachahmen und aus der Verschmelzung von Deuterium und Tritium zu Heliumkernen Energie gewinnen kann. Nur 2,5 Gramm Deuterium-Tritium-Gemisch können dieselbe Energiemenge freisetzen wie 28 Tonnen Kohle – ohne dabei klimaschädliches CO2 freizusetzen. Grund genug, sich mit der Technologie genauer auseinanderzusetzen.
Acht Spitzenforscher referieren in Zwiesel
Der Ministerialbeauftragte Ltd. OStD Peter Brendel lud deshalb unter dem Motto „Plasma-Physik und Kernfusion“ zur 48. Auflage der traditionsreichen Lehrerfortbildung an das Gymnasium ein. Den wissenschaftlichen Leitern des Seminars, Prof. Winfried Petry und Prof. Peter Müller-Buschbaum, ist es erneut gelungen, acht hochkarätige Sprecher aus der Spitzenforschung nach Zwiesel zu holen, wo sie den interessierten Lehrkräften Einblicke in ihre Arbeit gewährten. Eine Besonderheit war dabei, dass auch zwei Sprecher deutscher Start-up-Unternehmen gewonnen werden konnten, die an der wirtschaftlichen Umsetzung von Kernfusionsreaktoren arbeiten.
Faszinierender Schülervortrag und Einführung in Plasma
Bereits am Freitagvormittag bekamen Schüler aus Zwiesel, Grafenau und Landau einen Einblick in das spannende Thema. Dr. Alf Köhn-Seeman von der Universität Stuttgart gab den potenziellen Forschern der Zukunft eine Einführung in die Plasma-Physik und die Grundlagen der Kernfusionstechnik. Unterstützt wurde er dabei von Dr. Silke Stähler-Schöpf vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Dr. Andreas Kratzer vom Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften, die mit anschaulichen und verblüffenden Experimenten beeindruckten. Köhn-Seeman startete dann auch am Nachmittag mit dem ersten Fachvortrag für die Lehrkräfte. Auch sie erhielten zunächst Informationen zum häufig vernachlässigten vierten Aggregatzustand: Plasma. Vereinfacht gesprochen handelt es sich dabei um teilweise ionisierte Gase, die besondere physikalische Eigenschaften zeigen. Um Fusion zu ermöglichen, müssen sich die Teilchen sehr nahekommen – das ist nur bei sehr hohen Temperaturen möglich. Das elektrisch leitfähige Plasma muss dazu auf Temperaturen von bis zu 150 Millionen Grad Celsius erhitzt werden. Diese Temperaturen führen zur ersten Hürde bei der Umsetzung des Prozesses, der in der Sonne von selbst abläuft, auf der Erde: Das Plasma muss von den Reaktorwänden ferngehalten werden.
Fusionsexperimente und Energiebilanz
Einen Ansatz dazu stellte Dr. Gregor Birkenmeier, Leiter der Arbeitsgruppe „Plasmaturbulenzen“ am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, vor. Das heiße Plasma wird in einem Magnetfeldkäfig eingeschlossen und so von den Wänden des Reaktors ferngehalten. Was zunächst simpel klingt, bringt einige Herausforderungen mit sich. Birkenmeier stellte das Tokamak-Prinzip als eine der bereits realisierten Lösungen genauer vor. Bereits 1950 entstand die Idee dazu, und es gelang bald, Plasmen sicher einzuschließen. Als sowohl physikalisch als auch politisch spannendes Großprojekt wurde die im Aufbau befindliche Anlage ITER genauer vorgestellt. Ziel der Großforschungsanlage ist es zu zeigen, dass zum einen ein Dauerbetrieb von Fusionsexperimenten möglich ist und zum anderen eine nennenswert positive Energiebilanz erreicht werden kann. Politische Brisanz entsteht durch die Beteiligung von 37 Nationen, darunter auch Russland.
Star-ups und Firmengeheimnisse
Einen anderen Ansatz zur Realisierung von Fusionskraftwerken stellte Dr. Katinka von Grafenstein am Samstagvormittag vor. Sie beschäftigt sich beim Start-up-Unternehmen Marvel Fusion mit sogenannter Trägheitsfusion. Dabei werden Brennstoffpellets mit ultrakurzen, hochenergetischen Laserpulsen bestrahlt und so komprimiert, dass im Inneren Fusionsprozesse einsetzen. Marvel möchte mit diesem Ansatz wirtschaftliche Nutzbarkeit im Laufe der 2030er-Jahre erreichen. Einen guten Eindruck vom ehrgeizigen Wettrennen um den Durchbruch in Sachen Fusionskraftwerk erhielten die Seminarteilnehmer in der Fragerunde. Gelegentlich konnte Dr. von Grafenstein Fragen nur schmunzelnd mit dem Wort „Firmengeheimnis“ beantworten.
Stellaratoren und Supercomputer
Eine weitere Möglichkeit des magnetischen Plasmaeinschlusses stellte Prof. Ulrich Stroht vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik mit dem Stellarator vor. Magnetischer Einschluss verlangt stets verdrillte magnetische Feldlinien. Der Stellarator setzt dabei auf höchst komplex aufgebaute Magnetfeldspulen. Der große Vorteil dieses Prinzips ist, dass ein stabiler Dauerbetrieb möglich ist. Die große Schwierigkeit bei diesem Reaktortyp liegt im Design der Spulen. Nur mittels Supercomputern können deren Geometrien entwickelt und verbessert werden. Durch die rasant wachsende Leistungsfähigkeit von Computern und KI sind Stellaratoren zu einer echten Alternative zum Tokamak geworden.
Erstes Fusionskraftwerk in Bayern
An diesem Punkt setzte Dr. Jonathan Schilling von Proxima Fusion an. Das Start-up-Unternehmen plant, mit dem Stellaratorprinzip den Durchbruch bei der wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion zu erreichen. Dr. Schilling berichtete den Zuhörern von den Planungen zum ersten Fusionskraftwerk „Stellaris“. Erst kürzlich haben Proxima Fusion, RWE und der Freistaat Bayern eine Vereinbarung unterzeichnet, dass Stellaris als erstes Fusionskraftwerk in Bayern errichtet werden soll.
Plasmen in der Industrie
Der Samstag wurde von Prof. Achim von Keudell von der Ruhr-Universität Bochum beschlossen. Er bewegte sich in seinem Vortrag wieder weg von den heißen Plasmen der Fusion hin zu kalten Plasmen als Schlüsseltechnologie bei Anwendungen wie Materialsynthese oder Oberflächenbearbeitung. Er zeigte, dass Plasmen eine zentrale Rolle in der Industrie spielen – angefangen bei günstigen Kosmetikprodukten bis hin zu mehrere Hundert Millionen Euro teuren Lithografieanlagen zur Herstellung hochmoderner Mikrochips. Aber auch hier gelang der Brückenschlag zur Energiefrage. Von Keudell erklärte den Lehrkräften, dass Plasmatechnologien den Weg zur Energiewende ebnen, da sie CO2-freie Produktionswege ermöglichen.
Von Lithium zu Tritium
Der Seminarsonntag wurde von Dr.-Ing. Thomas Giegerich vom Karlsruher Institut für Technologie eröffnet. Nachdem zwei Tage lang der Frage nachgegangen worden war, wie man Energie aus Fusion gewinnen kann, beschäftigte sich sein Vortrag damit, wie man überhaupt an den Brennstoff für den Betrieb von Fusionsreaktoren gelangen kann. Während Deuterium nahezu unerschöpflich im Meerwasser vorkommt, gibt es weltweit nur etwa drei Kilogramm natürliches Tritium. Giegerich erläuterte, dass man den Ansatz verfolgt, das Tritium in den Fusionsreaktoren selbst aus Lithium zu erbrüten. Dazu muss ein möglichst großer Teil der Reaktorwände mit lithiumhaltigen Brutblankets ausgekleidet werden. Die beim Fusionsprozess freiwerdenden Neutronen sollen dann die Lithiumkerne in Tritium umwandeln. Was zunächst einfach klingt, stellt die Forscher noch vor große Herausforderungen. Den Zuhörern wurde so ersichtlich, dass nicht nur die positive Energiebilanz der Reaktoren eine Schwierigkeit darstellt, sondern insbesondere auch die Beschaffung der Ausgangsstoffe.
Ausblick auf zukünftige Fusionskraftwerke
Den Schlussakkord setzte Dr. Golo Fuchert, der die weite Anreise vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald nach Zwiesel auf sich nahm. Er wagte mit den Physiklehrkräften einen Ausblick darauf, wie ein zukünftiges Fusionskraftwerk aussehen könnte, wenn alle anderen Hürden gemeistert sind. Sein Fazit war, dass es sich dabei sicher um Großkraftwerke handeln wird und nicht um „Balkon-Reaktoren“, da die Effizienz direkt mit der Größe des Kraftwerks skaliert. Dr. Fuchert konnte den Anwesenden aber versichern, dass aktuelle Simulationen zeigen, dass Fusionsreaktoren nicht zu spät kommen werden, um sinnvoll in die Energieinfrastruktur eingebettet zu werden, und dass sie rentabel betrieben werden können.
Dank an Referenten und Sponsoren
Abschließend bedankte sich Prof. Müller-Buschbaum bei allen Teilnehmern für ihr Interesse an der aktuellen Forschung und die Bereitschaft, physikalische Entwicklungen in die Schulen und an die Schülerinnen und Schüler heranzutragen. Er dankte allen Sprechern für ihre engagierten Beiträge, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik für die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Referenten und dem Gymnasium Zwiesel, das dem Seminar eine Heimat gibt.
Stellvertretend für die Schule bedankte sich StR Stephan Loibl bei den wissenschaftlichen Leitern für die Zusammenstellung des spannenden Vortragsprogramms. Einen herzlichen Dank richtete er an alle Sprecher, die ohne Honorar bereit sind, nach Zwiesel zu kommen und dort interessierten Lehrkräften tiefe Einblicke zu gewähren. Besonders hervorgehoben wurde von Loibl die finanzielle Unterstützung durch die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz in Garching sowie das Sponsoring von Glaspräsenten für alle Sprecher durch Zwiesel Fortessa.
Antworten auf die Energiefragen der Zukunft
Die 48. Auflage des Edgar-Lüscher-Seminars gab allen Teilnehmern einen gelungenen Einblick in den Status quo der heiß diskutierten Fusionstechnologie. Gerade durch die Mischung aus Vertretern der Grundlagenforschung und der Wirtschaft erkannten die Physiklehrkräfte, dass zwar noch einige Hürden zu nehmen sind, die Kernfusion aber eine ernstzunehmende Antwort auf die Energiefrage der näheren Zukunft sein kann. Sicher steht damit noch ein weites Feld für ihre Schülerinnen und Schüler offen, die die Forscher der Zukunft sein können.
(Stephan Loibl)
Begegnungen, die verbinden
Deutsch-spanischer Schüleraustausch am Gymnasium Zwiesel
Zwiesel/Vera. Zwei Länder, zwei Kulturen – und viele unvergessliche gemeinsame Erlebnisse: Auch in diesem Schuljahr konnte das Gymnasium Zwiesel wieder einen erfolgreichen Schüleraustausch mit seiner spanischen Partnerschule IES Alyanub in Vera (Almería) durchführen. Insgesamt nahmen 11 deutsche und 13 spanische Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte an dem zweiteiligen Programm teil.
Spanische Gäste beeindruckt von Glas und Schnee
Den Auftakt bildete im Februar der Besuch der spanischen Gruppe im Bayerischen Wald. Für die Gäste stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, das ihnen die Region und ihre Besonderheiten näherbrachte. Besonders beeindruckend war für viele der Glasworkshop im Glasmuseum Frauenau, bei dem die Jugendlichen selbst kreativ werden konnten. Auch die winterliche Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite: Bei einer Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Flora und Fauna der Region.
Ausflug nach Tschechien
Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Ausflug nach Pilsen in Tschechien. Dort erkundeten die Jugendlichen im Rahmen einer Stadtrallye zusammen mit einer tschechischen Partnerschule die historische Altstadt. Für viel Spaß und Teamgeist sorgte zudem ein Rodelrennen am Großen Arber, das bei allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben dürfte.
Reise nach Vera
In der Woche vor den Osterferien fand schließlich der Gegenbesuch in Spanien statt. Nach der Ankunft am 20. März wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler herzlich in ihren Gastfamilien aufgenommen. Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und gemeinsamer Ausflüge, unter anderem in das malerische Küstendorf Mojácar.
Das offizielle Programm begann am Montag mit einem Empfang im Rathaus von Vera. Neben schulischen Aktivitäten erwartete die Gruppe ein vielfältiges kulturelles Angebot: Eine Stadterkundung, eine Wanderung durch die beeindruckende Wüstenlandschaft von Tabernas sowie der Besuch des archäologischen Hügels „Espíritu Santo“ vermittelten Einblicke in Geschichte und Natur der Region.
Von Stieren, Küstenlandschaften und ökologischen Reservaten
Auch traditionelle Aspekte kamen nicht zu kurz: Die Besichtigung einer Stierkampfarena sowie ein Töpferworkshop ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, spanische Kultur hautnah zu erleben. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug in den Naturpark Cabo de Gata mit seinen einzigartigen Küstenlandschaften. Ebenso beeindruckend zeigte sich das ökologische Reservat „Salar de los Canos“, das die Gruppe gemeinsam erkundete.
Sprachkenntnisse vertiefen und Freundschaften knüpfen
Neben dem offiziellen Programm spielte vor allem das Leben in den Gastfamilien eine zentrale Rolle. Hier konnten die Jugendlichen ihre Sprachkenntnisse vertiefen, interkulturelle Erfahrungen sammeln und neue Freundschaften knüpfen.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Der Austausch war ein voller Erfolg. Er bot nicht nur spannende Einblicke in zwei unterschiedliche Lebenswelten, sondern stärkte auch das gegenseitige Verständnis und die europäische Gemeinschaft.
(Magdalena Loibl)
Neuer Geografie-Champion am Gymnasium
Zehntklässler kämpfen um den Titel beim Diercke-Wissen-Wettbewerb
Am Gymnasium Zwiesel drehte sich auch in diesem Schuljahr wieder vieles um Karten, Länder und globale Zusammenhänge: Die Schule stellte sich erneut den Herausforderungen des Wettbewerbs Diercke WISSEN, des größten Geographiewettbewerbs Deutschlands. Seit dem Start haben bereits mehr als acht Millionen Jugendliche daran teilgenommen. Der Wettbewerb zeigt damit eindrucksvoll, dass das Interesse an geografischen Fragestellungen ungebrochen ist. Schließlich ist Geografie das Fach, das die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt im Raum untersucht – ein Blickwinkel, der angesichts der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit wichtiger denn je ist.
Zukunftsfragen unserer Zeit
Gerade im Geografieunterricht beschäftigen sich Jugendliche mit zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit. Themen wie der menschengemachte Klimawandel, weltweite Wanderungsbewegungen, soziale Ungleichheit, die Entwicklung der Weltbevölkerung oder der begrenzte Vorrat natürlicher Ressourcen zeigen, wie eng das Leben der Menschen mit ihrer Umwelt verbunden ist. Der Wettbewerb greift diese Inhalte auf und fordert von den Teilnehmenden ein breites Verständnis räumlicher Zusammenhänge.
Herausforderung in Wissens- und Schätzfragen
Am Gymnasium Zwiesel wurde der Wettbewerb in zwei Etappen durchgeführt. Zunächst stellten sich alle Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe einem rund 20-minütigen Wissenstest. Dabei wurden die jeweils besten Geografen der Klassen ermittelt, die anschließend im Schulfinale gegeneinander antraten. In dieser Runde mussten die Teilnehmer ihr Können in verschiedenen Bereichen unter Beweis stellen: Gefragt waren sowohl topographische Kenntnisse als auch methodische Fähigkeiten, etwa beim Interpretieren von Klima- oder Bevölkerungsdiagrammen. Darüber hinaus ging es um Fragen zu Wetterphänomenen, Umweltaspekten und aktuellen geographischen Themen. Schätzaufgaben zum Abschluss sorgten zusätzlich für Spannung.
Strahlende Schulsieger
Am Ende setzte sich Max Lorenz aus der Klasse 10 B klar gegen die Konkurrenz durch und wurde Schulsieger. Für diese Leistung erhielt er von der Schulleitung und der Fachschaft Geografie ein kleines Präsent. Besonders eng verlief das Rennen um den zweiten Platz: Da zwei Teilnehmer punktgleich lagen, entschied schließlich das bessere Ergebnis bei den Schätzfragen. Marius Jung (10 C) sicherte sich mit knappem Vorsprung Rang 2 vor Jule Gruber (10 B). Die Schule gratuliert allen Beteiligten herzlich zu ihren Leistungen.
(Andrea Döringer)
Krafttraining für Gymnasiasten
Leistungsfach Sport besucht Vitalo Fitness-Studio
Um nicht allein theoretisches Wissen aus dem Unterricht rund um das Thema Krafttraining zu sammeln und rein kognitiv zu lernen, sondern direkt und praktisch am eigenen Körper zu erfahren, besuchte das Leistungsfach Sport des Gymnasiums Zwiesel das Vitalo Fitness-Studio. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Gelegenheit, verschiedene Trainingsmethoden wie die Hypertrophie- oder die Kraftausdauermethode kennenzulernen und auszuprobieren.
Kennenlernen verschiedener Trainingsmethoden
Nach einer herzlichen Begrüßung durch das Vitalo-Team begann Carolin Lambürger-Treml mit einem motivierendem, mit Musik hinterlegten Aufwärmprogramm im Kursraum. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Trainingseinheiten zu erleben. Unter der professionellen Anleitung von Carolin Lambürger-Treml sowie Conny und Helmut Treml trainierte jede Gruppe gezielt unterschiedliche Muskelgruppen mithilfe verschiedener Trainingsmethoden.
Vom Intervall zum Kraftausdauertraining
So wurden neben dem beliebtem „Tabata“, ein hochintensives Intervalltraining, auch ein Kraftausdauertraining und verschiedene Übungen an den großen Kraftgeräten von den Schülerinnen und Schülern absolviert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf dem richtigen Umgang mit den jeweiligen Geräten und der korrekten Ausführung der Übungen, um Verletzungen zu vermeiden und die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Kondition, Fitness und Gesundheit
Der Besuch im Vitalo war eine gewinnbringende Erfahrung und bot den Schülerinnen und Schülern des Leistungsfachs Sport nicht nur die Möglichkeit, das Gelernte selber anzuwenden, sondern auch ein besseres Verständnis für die Vielfalt und die Möglichkeiten des Krafttrainings zu entwickeln. Durch die praxisorientierte Umsetzung konnten die Jugendlichen nicht nur ihre Kondition und Fitness steigern, sondern auch lernen, wie wichtig eine abwechslungsreiche Trainingsroutine für die Gesundheit ist.
(Michael Hamberger)
Brauchtum im Winter in Bayern und Böhmen
Schüler der Unterstufe nehmen teil an Kunstwettbewerb in der Galerie KunstRäume Grenzenlos
Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a, 7c und 7d gestalteten Masken und Bilder für eine Kinderausstellung des Kulturvereins „Über d`Grenz“. Zum Thema formulierte der grenzüberschreitende Verein Bilder und Plastiken zu Brauchtum in Bayern und Böhmen im Winter.
Faszinierende Rauhnachtsmasken
Es entstanden acht Rauhnachtsmasken, die zum Wettbewerb eingereicht wurden aus der Klasse 6a. Vincent Ernst, Luna Eisch, Maja Freiberg, Senta Haslinger, Emma Zaglauer, Madeleine Ambros, Pia Kasberger und Felicitas Kopp gestalteten jeweils phantasievolle Formen aus Pappmaché und bemalten diese ausdrucksstark.
Kreative Bilder zu verschiedenem Brauchtum
Zudem werden bis Ende April Bilder von Marina Wittenzellner, Evi Ruderer, Sophia Gigl und Sophia Hasenöhrl gezeigt. Auch Ronja Eckl und Lina Zach gestalteten ein Bild zum Thema Gardetanz im Bayerischen Wald. Theresa Röck entwarf ein spannendes Bild mit dem Motiv eines Pferdekutschen-Rennens.
Über den beigefügten QR-Code kann man bei einer Publikumsabstimmung mitmachen und die ausgestellten Werke sehen.
(Usija Wallner)

Den Raum mit Landschaft öffnen
Gymnasiasten gestalten Wand im AWO-Kindergarten
Vier Schülerinnen des Gymnasiums Zwiesel entwarfen eine Wandmalerei für den AWO- Kindergarten. Als Motiv sollten die Schülerinnen die Landschaft des Bayerischen Waldes aufgreifen und der Nationalpark Bayerischer Wald ermöglichte diese Umsetzung.
Im Eingangsbereich des Kindergartens gibt es eine kleine, unbeachtete Ecke im Treppenhaus, die nun deutlich ansprechender für die Kinder des Kindergartens geworden ist. Das Thema des Nationalparks wurde aufgegriffen mit Baumstämmen als Sitzmöglichkeiten, einem freundlichen Luchs in originaler Größe und im Hintergrund eröffnet sich die Landschaft rund um Zwiesel.
Gemalt haben es die vier Schülerinnen der Q12, Marina Baierl, Ronja Obermeier, Elina Aichele und Mia Pscheidt.
(UsijaWallner)
MINT-EC-Regionalforum an der THD
Exkursion zum MINT-EC-Regionalforum an der Technischen Hochschule Deggendorf
Am 26. Februar begab sich die 11. Klasse des naturwissenschaftlichen Zweigs des Gymnasiums Zwiesel auf eine spannende Exkursion an die Technische Hochschule Deggendorf. Ziel war die Teilnahme am sogenannten „MINT-100“-Regionalforum – einem besonderen Veranstaltungstag des bundesweiten Excellence-Netzwerks MINT-EC.
Das MINT-100-Regionalforum ist ein groß angelegtes Event, das Schülerinnen und Schülern der Oberstufe praxisnahe Einblicke in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ermöglicht. In zahlreichen Workshops, Vorträgen und an Infoständen erleben die Teilnehmenden MINT-Themen hautnah und können selbst aktiv werden – ganz nach dem Motto „Hands-on: Machen statt Reden“.
Gleichzeitig bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Studiengänge kennenzulernen, den Campus zu erkunden und mit Studierenden sowie Lehrenden ins Gespräch zu kommen.
Begegnung mit modernen Wissenschaften und Welt der Lehre
Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler individuell für zwei Workshops entschieden, die sie im Laufe des Tages besuchten. Die Bandbreite der Themen spiegelte die Vielfalt moderner Wissenschaft wider und reichte von technischen Anwendungen über naturwissenschaftliche Experimente bis hin zu aktuellen Entwicklungen in Informatik und Forschung. Besonders beeindruckend war dabei die praxisorientierte Herangehensweise: Statt reiner Theorie stand das eigene Ausprobieren und Experimentieren im Mittelpunkt.
Neben den Workshops erhielten die Jugendlichen einen authentischen Einblick in den Hochschulalltag. Der Aufenthalt auf dem Campus vermittelte ein realistisches Bild vom Studium – von Vorlesungssälen über Labore bis hin zum studentischen Leben. Der direkte Austausch mit aktuell Studierenden wurde von vielen als besonders wertvoll empfunden, da hier persönliche Fragen zu Studieninhalten, Anforderungen und Perspektiven gestellt werden konnten.
Wichtiger Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung
Gerade im Hinblick auf die Berufs- und Studienorientierung stellte die Exkursion einen großen Gewinn dar. Die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Studienrichtungen kennenlernen, eigene Interessen schärfen und neue Zukunftsperspektiven entdecken. Damit leistete der Tag einen wichtigen Beitrag zur individuellen Entscheidungsfindung nach dem Abitur.
Begleitet wurde die Klasse von den beiden Chemielehrerinnen StRin Jana Aschenbrenner und OStRin Kerstin Bredl, die den Exkursionstag organisierten und die Schülerinnen und Schüler vor Ort betreuten.
Insgesamt war der Besuch des MINT-100-Regionalforums ein äußerst gelungener und inspirierender Tag, der nicht nur fachliche Einblicke bot, sondern auch Motivation und Begeisterung für die MINT-Fächer nachhaltig stärkte.
(Kerstin Bredl)